Liebe Segelfreunde!
Ich möchte ein neues Thema anregen, alternative Energieformen auf Yachten. Gemeint ist alles vom Elektroantrieb bis zum Solarpaneel um die Batterie zu laden. Wie ihr vielleicht gelesen habt, wir planen mit einem autarken Boot die Welt zu umrunden - mit Solarpaneelen und Windgeneratoren wird Strom erzeugt, in den Batterien zwischengespeichert und dann damit der Elektro-Antrieb versorgt.
Wer bereits Erfahrung damit hat, oder wer welche sammeln will, wer Fragen stellen, oder darauf antworten will, alle sind eingeladen mit zu diskutieren.
Freu mich auf rege Teilnahme!
Grüße, Michael
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| Autor | Beitrag |
18.11.2008 - 20:18:52 Uhr | |
Themenstarter |
Alternative Energieformen auf Booten |
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23.11.2008 - 06:22:20 Uhr | |
Themenstarter |
Hallo Skippy!
Wir verwenden von KIOTO.com die KPV 205, das sind 24 V Paneele mit 14% Gesamtwirkungsgrad. Viel bessere sind dzt. nicht wirklich (nur im Labor, Sonderserie ...) verfügbar. Auf den Messen in Berlin und Wien letzte Woche konnten wir etlich neue Sponsoren gewinnen - sensationell!!! Details demnächst auf der HP http://www.solarwave.at LG, Michael |
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07.12.2008 - 10:45:44 Uhr | |
Themenstarter |
Hallo!
@ yellow moon: wie du richtig erkannt hast - neben der normalen Wetternaviagation ist für uns auch die Sonneneinstrahlung relevant. da wir aber fast die gesamte Strecke in den Tropen zurücklegen werden, ist die Einstrahlung nahezu konstant - weil die Squalls (Regenschauer) auch im Durchschnitt gleich sind. Einzig die Kernzeiten der Hurricanseasons versuchen wir natürlich zu umgehen. @ Low Tech: Die Frage ist wirklich, was ist verlässlicher? Wind oder Sonne ......??? Nach jahrelanger Beobachtung sage ich - in tropischen Breiten - Sonne! Ich habe schon einige Tage ohne Wind - oder mit 8 kt von achtern - (wie willst da mit einem Fahrtenschiff segeln?) erlebt, aber noch kaum einen Tag ohne Sonne. Wochenlange Flaute im Pazifik keine Seltenheit, wochenlang keine Sonne - kaum denkbar, oder? - Segler sind eine sehr pragmatische Fraktion - wir alle müssen uns von diesem uns selbst einschränkenden Denken befreien, das beginnt bei der Rumpfform geht über das Riggdesign und endet beim Antrieb. Die ideale Kombination wäre - wie auch beim Auto - ein elektrischer Antrieb, mäßige Batteriekapazität (für 90% der Fahrten ausreichend) und ein kleiner Generator für die anderen 10% und um unabhängig zu sein. Bei unserem Projekt http://www.solarwave.at müssen wir den extremen Weg gehen um die Machbarkeit zu demonstrieren. Zu deinem Beispiel: "mitten auf dem Meer mit einem elektrisch betriebenen Schiff ohne Segel ... da bleib ich lieber bei alt hergebrachtem...". Nochmal, was machst mit deinem Segel ohne Wind? Die meisten "Segelboote" sind Einrümpfer - nach meiner Einstellung sind es halbe Boote ;-) - haben nur einen Motor, wenn der bei Flaute oder gar bei Sturm streikt, was gar nicht so selten vorkommt, was dann? Vom Sicherheitsaspekt her müssten wir also nur Boote mit 2 Motoren fahren. Wo staust du den Sprit für weite Strecken? So wie alle anderen - bis zu 20 Kanister a´20 Liter an Deck??? Wenn da eine große Welle kommt, geht der Sprit samt der Reling flöten - oder verfängt sich in Ruder oder Prop .... wenn man versucht wertfrei und unbelastet an die Sache heranzugehen, dann landet man (für tropische und subtropische Reviere) zwangsweise bei Kat, E-Doppelmotorisierung, Solarpaneele Windgenerator und Dieselgenerator. Freu mich auf eine anregende Diskussion, liebe Grüße, Michael |
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07.12.2008 - 14:04:25 Uhr | |
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Registriert seit: November 2008 Beiträge: 67 |
Konzipiert Ihr die elektrische Anlage bzw. Teile daraus redundant?
Wäre wahrscheinlich sinnvoll bei diesem Vorhaben. |
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20.12.2008 - 12:05:01 Uhr | |
Themenstarter |
optimale Boots-Größe .... ein kontroversielles Thema ...... hab schon lange mit unserem Kooperationspartner D.I.Thomas Meyer - Konstrukteur des "Sun21", des ersten Solarbootes das den Atlantik autark überquert hat, über dieses Thema philosophiert ...
Fakt ist: unter 12m Länge und 6m Breite halte ich Katamarane für zu gefährlich (außer sie sind schwer und liegen wie ein Floss am Wasser ... a´la Prout Snowgoose ... Leichtbauten können tatsächlich abheben. Über 14 x 7 m ist das unter normalen Bedingungen jedoch ziemlich unwahrscheinlich - jedenfalls unwahrscheinlicher als ein Kielverlust bei einem Einrümpfer. Umgekehrt - je länger ein Boot wird, desto breiter und höher wird es auch - das bedeutet, das Gewicht nimmt mit dem Kubik (hoch³) zu, die für Solarpaneele zur Verfügung stehende Decksfläche nimmt jedoch nur mit Länge und Breite (zum Quadrat - hoch²) zu. Beispiel: Ein Würfel mit 20cm Seitenlänge wiegt angenommen 2 kg und hat 4 dm² Decksfläche. Wenn wir die Seitenlänge verdoppeln auf 40cm, dann hat sich das Gewicht verachtfacht auf 16 kg (hoch³) die Decksfläche ist aber nur auf das 4-fache = 16 dm² (hoch²) angewachsen. Fazit: Je länger das Boot wird, desto schwieriger wird es, eine vernünftige Relation zwischen Gewicht und Solarfläche zu erhalten. Zudem stellen große Flächen - auch wenn sie waagrecht stehen, eine große Windangriffsfläche dar - problematisch bei starkem Wind. Mit viel Gewicht in den Rümpfen ließe sich das wieder stabilisieren - wird das Boot schwerer, taucht es tiefer ein, braucht stärkere Motoren und damit wieder mehr Solarpaneel-Fläche ..... Wenn es so einfach wäre, hätte es schon längst jemand gemacht ..... Liebe Grüße, Michael ![]() News über das Projekt auf - http://www.solarwave.at |
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Alternative Energieformen auf Booten
18.11.2008 - 20:18:52 Uhr
Themenstarter





