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Alternative Energieformen auf Booten
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caribe
Alternative Energieformen auf Booten
Liebe Segelfreunde!

Ich möchte ein neues Thema anregen, alternative Energieformen auf Yachten. Gemeint ist alles vom Elektroantrieb bis zum Solarpaneel um die Batterie zu laden. Wie ihr vielleicht gelesen habt, wir planen mit einem autarken Boot die Welt zu umrunden - mit Solarpaneelen und Windgeneratoren wird Strom erzeugt, in den Batterien zwischengespeichert und dann damit der Elektro-Antrieb versorgt.

Wer bereits Erfahrung damit hat, oder wer welche sammeln will, wer Fragen stellen, oder darauf antworten will, alle sind eingeladen mit zu diskutieren.

Freu mich auf rege Teilnahme!

Grüße, Michael
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skippy
Welche Solarpaneele plant Ihr da einzusetzen?
Gibts da vielleicht Datenblätter davon?

Ich finde das Projekt wirklich sehr gut und hoffe dass es gelingt.
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yellow moon
das ist ein sehr zukunftstraechtiges thema. ich bin derzeit bei der grossen marine-zubehoermesse METS in amsterdam. hier wurde, wie ich auch bei OCEAN7 online lesen konnte, der haupt-innovationspreis DAME award fuer ihren neuen hybrid-motor an die oesterreichische firma steyr vergeben. eine der wichtigsten auszeichnungen diese art ueberhaupt. das zeigt den stellenwert des themas alternative energie. diese expedition von michael kann wohl ebenso richtungweisend werden. nicht zu vergessen das gefahrenpotential, das eine solche reise birgt. viel glueck!
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caribe
Hallo Skippy!

Wir verwenden von KIOTO.com die KPV 205, das sind 24 V Paneele mit 14% Gesamtwirkungsgrad. Viel bessere sind dzt. nicht wirklich (nur im Labor, Sonderserie ...) verfügbar.

Auf den Messen in Berlin und Wien letzte Woche konnten wir etlich neue Sponsoren gewinnen - sensationell!!! Details demnächst auf der HP http://www.solarwave.at

LG, Michael
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yellow moon
caribe, was macht ihr, wenn es tagelang bewölkt ist? wie läuft das in der nacht? gibt es da eine strategie für die gesamte strecke - wegen sonnenstunden, sonneneinstrahlung etc? bei einer weltumSEGELUNG muss man ja diverse wettersituationen beachten (hurricaneseason etc). bei euchz kommt ja noch ein weiterer aspekt dazu - die sonneneinstrahlung. stelle ich mir schwierig, aber auch spannend vor.
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LowTech
Also ich hätte große Bedenken, mein Leben einem, derart technischen Ding anzuvertrauen. Wenn in der Früh der elektrische Rasierer nicht funktioniert oder jemand den halben Bezirk Stromlos macht kann man sich immer noch nass rasieren, aber mitten auf dem Meer mit einem elektrisch betriebenen Schiff ohne Segel? Da bleib ich lieber bei alt hergebrachter, aber sicher funktionierender Low-Tech, die hat sich seit Jahrhunderten bewährt. Trotzdem viel Glück, du wirst es brauchen.
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caribe
Hallo!
@ yellow moon: wie du richtig erkannt hast - neben der normalen Wetternaviagation ist für uns auch die Sonneneinstrahlung relevant. da wir aber fast die gesamte Strecke in den Tropen zurücklegen werden, ist die Einstrahlung nahezu konstant - weil die Squalls (Regenschauer) auch im Durchschnitt gleich sind. Einzig die Kernzeiten der Hurricanseasons versuchen wir natürlich zu umgehen.

@ Low Tech: Die Frage ist wirklich, was ist verlässlicher? Wind oder Sonne ......??? Nach jahrelanger Beobachtung sage ich - in tropischen Breiten - Sonne! Ich habe schon einige Tage ohne Wind - oder mit 8 kt von achtern - (wie willst da mit einem Fahrtenschiff segeln?) erlebt, aber noch kaum einen Tag ohne Sonne. Wochenlange Flaute im Pazifik keine Seltenheit, wochenlang keine Sonne - kaum denkbar, oder? -
Segler sind eine sehr pragmatische Fraktion - wir alle müssen uns von diesem uns selbst einschränkenden Denken befreien, das beginnt bei der Rumpfform geht über das Riggdesign und endet beim Antrieb. Die ideale Kombination wäre - wie auch beim Auto - ein elektrischer Antrieb, mäßige Batteriekapazität (für 90% der Fahrten ausreichend) und ein kleiner Generator für die anderen 10% und um unabhängig zu sein. Bei unserem Projekt http://www.solarwave.at müssen wir den extremen Weg gehen um die Machbarkeit zu demonstrieren.
Zu deinem Beispiel: "mitten auf dem Meer mit einem elektrisch betriebenen Schiff ohne Segel ... da bleib ich lieber bei alt hergebrachtem...". Nochmal, was machst mit deinem Segel ohne Wind? Die meisten "Segelboote" sind Einrümpfer - nach meiner Einstellung sind es halbe Boote ;-) - haben nur einen Motor, wenn der bei Flaute oder gar bei Sturm streikt, was gar nicht so selten vorkommt, was dann? Vom Sicherheitsaspekt her müssten wir also nur Boote mit 2 Motoren fahren. Wo staust du den Sprit für weite Strecken? So wie alle anderen - bis zu 20 Kanister a´20 Liter an Deck??? Wenn da eine große Welle kommt, geht der Sprit samt der Reling flöten - oder verfängt sich in Ruder oder Prop .... wenn man versucht wertfrei und unbelastet an die Sache heranzugehen, dann landet man (für tropische und subtropische Reviere) zwangsweise bei Kat, E-Doppelmotorisierung, Solarpaneele Windgenerator und Dieselgenerator.

Freu mich auf eine anregende Diskussion, liebe Grüße, Michael
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skippy
Konzipiert Ihr die elektrische Anlage bzw. Teile daraus redundant?
Wäre wahrscheinlich sinnvoll bei diesem Vorhaben.
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caribe
@ Redundanz: .....no na, alle wichtigen Komponenten sind mehr als einmal vorhanden. Das beginnt bei den Paneelen, geht über die Batterien und Ladesysteme und endet bei den Motoren .......
deshalb halte ich dieses Boot auch für wesentlich sicherer als ein Segelboot mit nur einem Dieselmotor ...
Selbst Beiboote und deren Motoren sind doppelt vorhanden ... Induktionsherde und auch die wichtigen Komponenten der Navigation - Autopilot, GPS, Plotter, Echo ..... gibt es zweimal.
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rm

Quader
Find ich echt stark so ein Boot!
Wenn man das preislich beziffern müsste? Wo würde man da landen?
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Allen ist das Denken erlaubt - Vielen bleibt es erspart.
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caribe
Kosten
ich werde oft nach den Kosten gefragt .... da es keine Schiffe von der Stange gibt kannst es nur so machen wie wir, ein Kasko kaufen, selbst umrüsten, Anschaffungskosten: ungefähr gleich wie die Segelversion mit 2 Motoren. Laufende Kosten - weit weniger, keine Leinen, keine Segel, kein Diesel, Öl .......... nur die Batteriekosten
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yellow moon
@caribe
welche mindestgröße sollte denn ein kat für ein solches unternehmen haben? in punkto sicherheit, in punkto unterbringung aller nötigen sonnenkollektoren aber auch in punkto komfort. es sind zwar schon leute mit 2,5 m badewannen über den ozean gefahren, aber solarwave ist ja ein anderes thema.
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caribe
optimale Boots-Größe
.... ein kontroversielles Thema ...... hab schon lange mit unserem Kooperationspartner D.I.Thomas Meyer - Konstrukteur des "Sun21", des ersten Solarbootes das den Atlantik autark überquert hat, über dieses Thema philosophiert ...
Fakt ist: unter 12m Länge und 6m Breite halte ich Katamarane für zu gefährlich (außer sie sind schwer und liegen wie ein Floss am Wasser ... a´la Prout Snowgoose ... Leichtbauten können tatsächlich abheben. Über 14 x 7 m ist das unter normalen Bedingungen jedoch ziemlich unwahrscheinlich - jedenfalls unwahrscheinlicher als ein Kielverlust bei einem Einrümpfer.
Umgekehrt - je länger ein Boot wird, desto breiter und höher wird es auch - das bedeutet, das Gewicht nimmt mit dem Kubik (hoch³) zu, die für Solarpaneele zur Verfügung stehende Decksfläche nimmt jedoch nur mit Länge und Breite (zum Quadrat - hoch²) zu. Beispiel: Ein Würfel mit 20cm Seitenlänge wiegt angenommen 2 kg und hat 4 dm² Decksfläche. Wenn wir die Seitenlänge verdoppeln auf 40cm, dann hat sich das Gewicht verachtfacht auf 16 kg (hoch³) die Decksfläche ist aber nur auf das 4-fache = 16 dm² (hoch²) angewachsen.

Fazit: Je länger das Boot wird, desto schwieriger wird es, eine vernünftige Relation zwischen Gewicht und Solarfläche zu erhalten. Zudem stellen große Flächen - auch wenn sie waagrecht stehen, eine große Windangriffsfläche dar - problematisch bei starkem Wind. Mit viel Gewicht in den Rümpfen ließe sich das wieder stabilisieren - wird das Boot schwerer, taucht es tiefer ein, braucht stärkere Motoren und damit wieder mehr Solarpaneel-Fläche .....

Wenn es so einfach wäre, hätte es schon längst jemand gemacht .....

Liebe Grüße, Michael 8) = Cooler Smilie

News über das Projekt auf - http://www.solarwave.at
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bernhard1701
War gerade auf Euren Webseiten.
Eine tolle Idee und - so ist mein Eindruck - ein Projekt dass mit der nötigen Professionaliät betrieben wird.
Wünsche Euch Alles Gute bei der Umsetzung und werde die Fortschritt interessiert verfolgen.
Liebe Grüße aus Gran Canaria
Bernhard
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wattsegler
warum nicht schon früher?
Dieses französisch-schweizerisch-deutsche Projekt kommt seit Jahren nicht richtig in die Gänge, ein kleines Össi-Projekt scheint jetzt der Erste ernst zu nehmende Anwärter zu werden.Was ich mich schon die längste Zeit frage - warum hat das nicht schon jemand gemacht? Die Idee ist ja naheliegend, die Technologie vorhanden, mit ein wenig Mut, Kapital und technischem Know-how müsste das ja zu machen sein. Weiß jemand, ob es noch andere Projekte zu dem Thema gibt? Schlafen die alle? Werden Binnenländler wirklich die Ersten sein???
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