Zitat von yellow moon:
derzeit laeuft ja das vendee globe - die hardcore-regatta schlechthin. einhand um die welt. meine frage: wie seht ihr die geschichte des einhandsegelns? einerseits bewundere ich die teilnehmer - allen voran unseren auch norbert sedlacek, der mit dem aeltesten schiff und minibudget mehr als tapfer mitkaempft. andererseits: ist einhandsegeln nonstop nicht gegen jegliche seemannschaft, weil eine gefaehrdung des eigenen und anderer schiffe?
Naja, wenn man wie ein "normaler Mensch" agiert und z.B. für Stunden schlafen geht, dann währe das wohl gefährlich.
Norbert schläft die meiste Zeit maximal 15 min am Stück und sieht dann nach, ob alles ok ist.
Sein Rekord bei seiner ersten Arktisumrundung waren übrigens - nahezu - nonstop 36 Stunden Ruder gehen während eines Orkans.
Jeder "Normale" Skipper wäre da schon dreimal tot umgefallen.
Für so eine Leistung bedarf es natürlich einer besonders guten Konstitution und der Fähigkeit, sich in kürzester Zeit zu regenerieren.
Wer Norbert kennt der weiß, dass sein Risiko immer kalkuliert ist. Letztlich ist aber kein Mensch vor Unfällen etc gefeit: weder am Boot, noch mit dem Auto, Fahrrad, zu Fuß etc.
Und bei einer Regatta kommt es halt - vergleichbar Motorsport und Straßenverkehr - wesentlich öfter zu Materialbrüchen als bei einem normalen Segeltörn.
@geoce7:
Tja, der Bernard Stamm hat Norbert zwar überholt, ist aber schon wieder zu 99% draussen.
Natütlich könnte Norbert auch viel schneller: schneller segeln, schneller das Material überfprdern, schneller draussen sein.
Es ist halt auch eine Frage des Geldes, welches MAterial man sich leisten kann und dann eine Frage der Erfahrung, Geduld etc, wie weil mann kommt.
Schon alleine wegen der ganzen hämischen Kommentare von Leuten die die Antarktis maximal von der Landkarte kennen und eine Open 60 aus den Medien, würde ich mir wünschen, dass Norbert noch einige Plätze gut macht und in der von ihm angepeilten Zeit nach Le Sables einläuft.