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Holland Weltcup, Medemblik

Regatta | 26.05.2010 - 06:53:23

53 Nationen und 30 Medaillengewinner verleihen dem Holland Weltcup Masse und Klasse. Vom 26. bis 30. Mai 2010 fällt auf dem IJsselmeer bei der 26. Delta Lloyd Regatta der Vorhang, Österreichs Olympiasegler haben sich im Olympiarevier von 2012 auf den Holland-Weltcup ein gestimmt und wollen nach den gelungenen Runden von zuletzt, weiterhin im Gespräch bleiben.

 
Nach Melbourne, Miami, Palma und Hyeres gastiert der Weltcup-Tross in diesen Tagen am holländischen IJsselmeer, die 26. Auflage der Delta Lloyd Regatta steht den bisherigen Weltcup-Stationen in Sachen Klasse und Masse um nichts nach. 707 Boote werden gewassert, es werden über 1000 Aktive aus 53 Nationen den seglerischen Ernst des Lebens kennenlernen. 30 Olympiamedaillengewinner haben für den Holland-Weltcup genannt, die Liste der Topfavoriten ist entsprechend lang. Im heimischen Lager spuckt man trotz der zuletzt so erfolgreichen Auftritte keine großen Töne, zumal das Reviertraining verhältnismäßig kurz ausfiel. „Wir haben uns zuletzt sehr intensiv mit den Gegebenheiten vor Weymouth auseinandergesetzt und sind erst kurzfristig angereist“, erklärt OeSV-Sportdirektor Georg Fundak, der sich mit den Proberunden im Olympiarevier von 2012 sehr zufrieden zeigt. „Dank der perfekten Bedingungen haben wir alles was wir uns vorgenommen haben auch umsetzen können, die Burschen haben hervorragend gearbeitet“, lobt Fundak, der beim Weltcup vor Medemblik auf einstellige Ergebnisse hofft. „Bei den arrivierten Teams ist das Medal Race immer Thema, von Florian Raudaschl erwarte ich mir eine Reaktion auf das doch eher enttäuschende EM-Abschneiden.“ Das große Potential des Finnseglers sei unbestritten, es seien lediglich Kleinigkeiten die derzeit den Unterschied ausmachen. „Wir wissen was Florian kann und wissen auch, dass er sich unbedingt beweisen möchte. Gelingt es ihm Konstanz in seine Serie zu bringen, kann er unter Garantie ein Erfolgserlebnis einfahren.“
 
 
Ähnliches gilt für Matthias Schmid und Florian Reichstädter. Zuletzt weit unter ihren Möglichkeiten, haben die 470er Asse in England intensiv am Materialsektor getüftelt und ihrer Erfolgsgarnitur aus dem Vorjahr das neuerliche Vertrauen ausgesprochen. „Die neuen Segel waren bei Druckwind zwar genial, bei wenig Wind haben sie aber nicht den gewünschten Effekt gebracht. Wir haben punkto Trimm in den vergangenen Monaten alles versucht, sind aber nie wirklich ins Fahren gekommen.“ Während der England Wochen wurde deshalb die Vorjahresgarnitur ausgepackt und eingesegelt. „Mit den 2009er Segel ist unser Speedvorteil bei mehr Wind Geschichte, dafür sollten wir bei weniger Wind endlich wieder konkurrenzfähig sein.“
 
 
Auch Nico Delle Karth und Niko Resch haben in England Material getestet, ein neuer Mast soll den Weltranglistendritten zur Verteidigung der Weltcupführung verhelfen. „Wir sind mit unserer gegenwärtigen Leistung sehr zufrieden, haben aber keinen Grund die Hände in den Schoss zu legen. Wir wollen uns gegenüber der Konkurrenz einen Vorteil erarbeiten, nach Medemblik wissen wir, was der neue Mast tatsächlich kann.“
 
 
Elf bzw. 16 Wettfahrten (49er) sind ausgeschrieben, wie gehabt werden zunächst die Teilnehmer der Gold Fleets ermittelt, im Anschluss geht es um die Qualifikation für das alles entscheidende Medal Race. Während die erste Hürde für die 470er Junioren und Weltcupeinsteiger David Bargehr und Lukas Mähr noch zu hoch sein dürfte, nennt Thomas Zajac die Qualifikation für die Gold Fleet als Ziel. „Der achte Rang von Hyeres hat dem Selbstvertrauen extrem gut getan, da haben uns die Verhältnisse aber auch perfekt in die Karten gespielt. Wir können bei Leichtwind vorne ein Wörtchen mitreden, wenn es ballert müssen wir aber noch einiges dazulernen.“
 
Andreas Geritzer, der am Pfingstwochenende vor Neusiedl seinen Staatsmeistertitel aus dem Vorjahr mit insgesamt sechs Tagessiegen souverän verteidigte, lässt Medemblik aufgrund der EM-Vorbereitung sausen. Nach zwei Trainingswochen am Gardasee und dem gelungenen Heimauftritt, folgt in dieser Woche die körperliche Feinabstimmung im IMSB, ehe es am 03. Juni zum europäischen Gipfeltreffen nach Tallinn geht.   
 
OeSV-Aufgebot/Medemblik:
 
49er
Nico Delle Karth/Niko Resch: Kufsteiner YC/YC Velden
Thomas Zajac/Thomas Czajka: Burgenländischer YC
 
470er
Matthias Schmid/Florian Reichstädter: YC Breitenbrunn
David Bargehr/Lukas Mähr : YC Bregenz
 
Finn
Florian Raudaschl: UYC Wolfgangsee
 
 
Quelle und Bilder Dominic Marsano

 


 

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