
Nico Delle Karth und Niko Resch kommen im Medal Race zu Fall und müssen sich beim Holland Weltcup vor Medemblik mit Rang drei begnügen.
Es begann nach Plan und roch bereits verdächtig nach dem zweiten Weltcupsieg. Wie in den Tagen zuvor nahmen Nico Delle Karth und Niko Resch vom Start weg das Heft in die Hand, übten souverän Kontrolle aus und sahen bis zur zweiten Lee-Rundung wie die sicheren Sieger aus. Ein technisches Problem beim zweiten Bergemanöver ließ die Träume aber regelrecht über Bord. gehen. „Der Gennaker hat sich verhängt und ist nicht ganz runter gegangen, eine Böe hat dann den Rest erledigt, es hat uns einfach umgeblasen“, beschreibt Delle Karth die Kenterung, die die Österreicher praktisch aus dem Rennen warf. Als zehnte im Ziel, beenden die Weltranglistendritten die Delta Lloyd Regatta auf Rang drei
„Im Moment überwiegen der Ärger und die Enttäuschung, aufgrund der guten Ausgangsposition haben wir uns aber natürlich mehr erwartet. Auf der anderen Seite ist ein dritter Rang bei einem Weltcup nichts wofür man sich schämen muss, dass wir die Führung im Gesamtweltcup ausgebaut haben kommt als zusätzliches Trostpflaster hinzu“, so Delle Karth der mit Vorschoter Resch heuer bereits zwei zweite Plätze (Miami, Hyeres) einfahren konnte. Für Georg Fundak überwog trotz der verpassten Chance das Positive, der OeSV-Sportdirektor hob die Konstanz seiner 49er Asse hervor und ist davon überzeugt, „dass der zweite Weltcupsieg der beiden nur eine Frage der Zeit ist.“
Matthias Schmid und Florian Reichstädter beenden den Holland Weltcup auf Rang 15. In der letzten Wettfahrt zwölfte, ortet Fundak die größten Fehler im Kopf. „Es sind derzeit Kleinigkeiten die den Unterschied ausmachen, die Burschen müssen an ihrer Flexibilität arbeiten und wieder Vertrauen zu sich selber finden. Die Finalserie geht absolut in Ordnung, die Fehler in der Qualifikation werden wir in aller Ruhe analysieren.“ Nach einer Woche Pause, die vor allem der grippekranke Florian Reichstädter dringend notwendig hat, kehren die Segler in ihr Element und nach Weymouth (GBR) zurück. Mit Ausnahme von Laser-Ass Andreas Geritzer, der ab 06. Juni vor Tallinn um eine EM-Medaille segelt, nimmt der OeSV Kader den Olympiaschauplatz von 2012 neuerlich unter die Lupe.
Holland Weltcup/Medemblik Endstand:
49er (71 Teams, 13 Wettfahrten, ein Streicher + MR)
1. Nathan Outteridge/Ian Jensen AUS 79
2. Peter Burling/Blair Tuke NZL 82
3. Nico Delle Karth/Niko Resch AUT 91 (2,18,2,4,3,3,2,14,15,4,1,3,(25),10)
39. Thomas Zajac/Thomas Czajka AUT 221 (22,7,17,23,28,20,12,18,(32),6,23,12,5,29)
470er (78 Teams/ 11 Wettfahrten, ein Streicher)
1. Nic Asher/Elliot Willis GBR 66
15. Matthias Schmid/Florian Reichstädter AUT 124 (36),31,11,17,3,12,14,9,8,7,12)
55. David Bargehr/Lukas Mähr AUT 213 (24,32,19,32,(DNF),17,30,26,18,5,10)
Finn (61 Starter, 7 Wettfahrten, ein Streicher)
1. Ivan Gaspic CRO 20
41. Florian Raudaschl AUT 145 (16,14,11,(BDF),40,DNF,DNF)
Text und Fotos: Dominic Marsano / OESV
