
Ocean | 29.12.2008 - 06:29:15

Im Zentrum des Nordpazifiks dreht sich ein gigantischer Strudel aus Müll. Durch die, im Nordpazifik kreisenden Meeresströmungen hat sich ein Müllteppich etwa 1000 Seemeilen nordwestlich von Hawaii gebildet. Die Fläche der schwimmenden Müllhalde entspricht etwa der Größe Mitteleuropas und wird von Wissenschaftlern auf drei Millionen Tonnen geschätzt.

Sechsfache. Entdeckt wurde die ozeanische Müllhalde von einem Forschungsschiff, das sich zufällig dort auf Patrouillenfahrt befand. Nach ersten Analysen konnte festgestellt werden, dass Teile des Abfallteppichs noch aus den 50er Jahren stammen. Der Abbau dieser gigantischen Umweltkatastrophe gestaltet sich durch die Langlebigkeit der verwendeten Werkstoffe langwierig. Meeresbiologen vermuten, dass es bis zu 500 Jahre dauert, bis sich die Kunststoffe durch UV-Einstrahlung und Sauerstoffeinfluss wieder in ihre Grundbestandteile auflösen. Meistens sind die dadurch entstehenden Stoffe hochgiftig. Wie Ökologen befürchten, wird aber, bis es soweit ist, noch eine Menge schwimmender Abfall hinzukommen und der bereits vorhandene eine tödliche Gefahr für unzählige maritime Lebewesen darstellen. Weitere Gefahren des gewaltigen Müllteppichs sind die Speicherung von wasserunlöslichen Giftstoffen wie DDT oder PCB, die über die Nahrungskette wieder zum Menschen zurückkommen, und die Reduzierung des Planktonwachstums durch Schattenbildung in den betroffenen Wasserschichten.
| Empfehlen | 8.383 Klicks | Gernot Weiler |
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