Kieler Woche, SHOWDOWN MIT ZWEI OESV-BOOTEN

Regatta | 23.06.2010 - 08:54:55

Österreichs Olympia-Asse segeln beim Deutschland –Weltcup zu einem Tagessieg und mit zwei Booten in die Medal Race Entscheidung. Nach den schwachen Windverhältnissen der vergangenen Tage, konnte am vorletzten Tag auf sämtlichen Bahnen bei 1 bis 3 Windstärken gesegelt werden.

Es dürfte kein kleiner Stein gewesen sein, der den Verantwortlichen der Kieler Woche vom Herzen gefallen ist. Nachdem in den vergangenen Tagen lediglich die 49er im Kreis geschickt wurden, kam es am vorletzten Tag des Deutschland-Weltcups auf sämtlichen Bahnen bei 1-3 Windstärken zu weiteren Wettfahrten.
 
 
Österreichs 49er Asse verzeichneten einen abermals starken Tag und verbuchten dank der Newcomer Thomas Zajac und Thomas Czajka den ersten Tagessieg. Was den beiden Tornado-Umsteigern letztens „aufgrund eigener Dummheit“ nur um wenige Meter verwehrt blieb, wurde jetzt ins Trockene gesegelt. „Wir hätten schon die letzte Führung nicht mehr aus der Hand geben dürfen, umso mehr freut uns der jetzige Streich“, frohlockt das Duo, das den Einzug ins Medal Race um lediglich zwei Plätze verpasste. „So knapp zu scheitern ist schon bitter, auf der anderen Seite haben wir in Kiel groß aufzeigen können und nehmen viel Positives mit nach Weymouth.“
 
 
Nico Delle Karth und Niko Resch haben die finale Hürde mit den Plätzen 5 und 11 locker gepackt, die Weltranglisten-Ersten, während der gesamten Serie auf Medal Race Kurs, greifen von Position sieben aus an. „Es war auch nicht alles optimal, unterm Strich haben wir uns aber eine sehr gute Ausgangsposition verschafft“, so Delle Karth, der nun mit Partner Niko Resch alles auf eine Karte setzen möchte. „Aufgrund der doppelten Punkte ist für uns sogar der Sieg noch möglich, es wird ein ungemein spannender Schlagabtausch, wir werden versuchen den größtmöglichen Druck auszuüben.“
 
 
Ebenfalls in der Entscheidung der besten zehn, Florian Raudaschl, der nach längerer Durstrecke wieder die PS aufs Wasser bekam und mit einem fünften Wettfahrtsrang im Finish noch alles klar machen konnte. „Ich bin extrem erleichtert endlich die Trainingsleistungen umgesetzt zu haben, das Finale ist der Lohn dafür nicht locker gelassen zu haben. Ich bin derzeit auf Rang zehn, kann locker an die Sache herangehen und freue mich ungemein auf diese letzte Runde.“
 
 
In der 470er Klasse wurden die Medal Race Karten in lediglich einer weiteren Wettfahrt vergeben, Matthais Schmid und Florian Reichstädter hatten mit Rang 20 keine gute Fahrt und rutschten von Platz 9 auf Position 17 zurück. „Es ist symptomatisch, dass wir keine fünfte Runde und somit auch keinen Streichmöglichkeit zusammengebracht haben. Schade, dass ein Ausrutscher die Serie kaputt macht, es bleibt wie verhext, aber wir werden weiter arbeiten und hoffen dass der Knoten dann vor Weymouth platzt.“
   
Zwischenstand nach dem 4. Tag:
 
49er (58 Mannschaften/9 Wettfahrten, ein Streicher)
 
1
Chris Draper/Peter Greenhalgh
GBR
37
7
Nico Delle Karth/Niko Resch
AUT
48 (9,3,7,2,5,5,11,6,(11)
12
Thomas Zajac/Thomas Czajka
AUT
58 (12,16,6,10,11,2,17,1,(18)
 
 
Finn (55 Starter/5 Wettfahrten, ein Streicher)
 
1
Rafael Trujillo
ESP
11
10
Florian Raudaschl
AUT
44 (15,5,(40),19,5)
 
 
470er (81 Mannschaften/4 Wettfahrten)
 
1
Mathew Belcher/Malcom Page
AUS
4
17
Matthias Schmid/Florian Reichstädter
AUT
42 (6,9,7,20)
61
David Bargehr/Lukas Mähr
AUT
91 (18,37,36,23)
72
Maximilian Stelzl/Adrian Geislinger
AUT
132 (35,28,28,41)
 
 
Laser (118 Starter/4 Wettfahrten)
 
1
Tom Slingsby
AUS
6
95
Matthais Sailer
AUT
120
108
Claus Dapeci
AUT
135
113
Lukas Hobiger
AUT
143
 
 
470er Damen (39 Teams/4 Wettfahrten)
 
1
Sarah Ayton/Saskia Clark
GBR
20
26
Lena Hess/Eva Maria Schimak
AUT
96
 
 
 
Quelle und Bilder Dominic Marsano

 


 

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