Kieler Woche: Jubel, Trubel, Heiterkeit

OeSV Asse schlagen hohe Wellen | Regatta | 24.06.2010 - 07:11:50

Nico Delle Karth und Niko Resch gewinnen das 49er Medal Race, beenden die Kieler Woche auf Platz drei und haben nach einer hervorragenden Deutschland Runde den Vorsprung im Gesamt-Weltcup weiter ausgebaut. Florian Raudaschl sorgt ebenfalls für positiven Gesprächsstoff.

 
Das vorprogrammierte Herzschlagfinale wurde vom Start weg zur klaren Angelegenheit der Weltranglisten-Ersten, die bei abermals sehr leichtem Wind sofort das Kommando übernahmen und den Sieg souverän ins Ziel brachten. „Einfach perfekt“, streute OeSV-Sportdirektor Georg Fundak Rosen, „sie haben die Konkurrenz in Grund und Boden gesegelt, eine wirklich sehr beeindruckende Machtdemonstration.“ Mit dem bereits vierten Podestplatz im Gepäck reisen die Österreicher mit entsprechend viel Selbstvertrauen nach Polen weiter, wo ab 05. Juli vor Gydina um den Europameistertitel gesegelt wird. „Wir sind in den letzten Tagen ansprechend, aber nicht optimal am Weg gewesen, haben uns dennoch eine gute Ausgangsposition verschafft und heute wirklich alles richtig gemacht“, frohlockt das Duo, das bereits das Medal Race beim Spanien Weltcup für sich entscheiden konnte und bei der Europameisterschaft ebenfalls nach den Sternen greifen möchte. „Kiel war die Generalprobe für die Titeljagd, wir sind mit einem neuen Satz Segel am Weg gewesen und sehr optimistisch, nach 2009 unsere zweite EM-Medaille zu holen.“
 
 
Florian Raudaschl gelang trotz eines beherzten Auftritts im heutigen Medal Race keine Rangverbesserung mehr. Anfangs auf Rang vier wurde der 31-jährige Wolfgangseer im finalen Durchgang wegen Pumpens verwarnt und fand sich nach der Entlastung am Ende des Feldes wieder. Im Ziel auf Platz acht, beendet der Segelmacher die Regatta auf Platz zehn.
 
„Die Juryentscheidung ist zu akzeptieren, der Körpereinsatz war zu offensichtlich“, so Fundak, der sich mit der Leistung des Finnseglers sehr zufrieden zeigt. „Florian hat das Können und sich trotz einiger Rückschläge nie entmutigen lassen. Die Tatsache, dass er mit Jones Hogh Christensen (DEN) den amtierenden Weltmeister hinter sich gelassen hat, zeigt wie groß die Dichte ist und wertet seinen tollen Auftritt zusätzlich auf.“ Raudaschl sprach nach der erfolgreichen Weltcuprunde von einer enormen Befriedigung. „Ich weiß was ich kann und bin endlich für meinen Einsatz belohnt worden. Ausgerechnet bei der Kieler Woche, der weltgrößten Segelsportregatta ins Rampenlicht zu segeln tut dem Ego ungemein gut und ist für die kommenden Aufgaben die beste Motivation.“     
 
Nach dem Auftritt der olympischen Disziplinen, messen sich bis einschließlich 27. Juni 15 internationalen Bootsklassen vor Kiel, darunter die Nachwuchsklasse 420er, wo Österreichs kommende Generation für positive Schlagzeilen sorgen möchte.
 
Kieler Woche Endstand:
 
49er (58 Mannschaften/9 Wettfahrten + MR, ein Streicher)
 
1
John Pink/Rick Peacock
GBR
47
3
Nico Delle Karth/Niko Resch
AUT
50 (9,3,7,2,5,5,11,6,(11),1)
13
Thomas Zajac/Thomas Czajka
AUT
75 (12,16,6,10,11,2,17,1,(18)
 
 
Finn (55 Starter/5 Wettfahrten + MR, ein Streicher)
 
1
Ivan Gaspic
CRO
23
10
Florian Raudaschl
AUT
60 (15,5,(40),19,5,8)
 
 
470er (81 Mannschaften/4 Wettfahrten)
 
1
Mathew Belcher/Malcom Page
AUS
4
16
Matthias Schmid/Florian Reichstädter
AUT
42 (6,9,7,20)
59
David Bargehr/Lukas Mähr
AUT
115 (18,37,36,23)
72
Maximilian Stelzl/Adrian Geislinger
AUT
132 (35,28,28,41)
 
 
Laser (118 Starter/4 Wettfahrten)
 
1
Tom Slingsby
AUS
6
95
Matthais Sailer
AUT
120
108
Claus Dapeci
AUT
135
113
Lukas Hobiger
AUT
143
 
 
470er Damen (39 Teams/4 Wettfahrten)
 
1
Sarah Ayton/Saskia Clark
GBR
20
26
Lena Hess/Eva Maria Schimak
AUT
96
 
 
 
Ergebnisse & Infos: www.kieler-woche.de
 
Quelle und Bilder Dominic Marsano

 


 

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