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Ein echtes Seeungeheuer

Ocean | 30.12.2008 - 07:23:29

Die japanische Riesenkrabbe ist das größte Krebstier der Welt. Die gewaltige Krabbe kann ein Gewicht von 20 Kilo erreichen, die größte gemessene Beinspannweite beträgt 3,7 Meter. Sie wird wegen ihres eigenartigen Aussehens auch Seespinne genannt. Kleinere, jedoch noch immer eindrucksvolle Verwandte kommen auch im Mittelmeer vor und werden in Kroatien Rakovica genannt.

 
Japanische Riesenkrabben (Macrocheira kaempferi) gehören zur Familie der Dreieckskrabben. Die riesigen Gliederfüßler leben in Tiefen von 50 bis 300 Metern und sind in Japan unter dem Namen Takaashigani bekannt. Bei dieser Spezies sind die männlichen Exemplare größer als die Weibchen und besitzen mächtigere Scheren. Nach der Paarung trägt das Weibchen die befruchteten Eier solange am Körper bis kleine, transparente Jungtiere schlüpfen. Die winzigen Krabbenlarven schwimmen in ihrer ersten Entwicklungsphase an der Meeresoberfläche bis sich nach mehreren Häutungen die charakteristischen Extremitäten bilden. Japanische Riesenkrabben sind Allesfresser, sie ernähren sich sowohl von Unterwasserpflanzen als auch von Aas und kleinen Weichtieren. Die langsamen Tiere schützen sich vor ihren Fressfeinden, wie Tintenfischen oder größeren Fischen, indem sie sich mit Schwämmen und anderer Meeresflora tarnen.
In Japan wird das Fleisch der Riesenkrabbe als Delikatesse gehandelt. Es soll ähnlich wie Hummerfleisch schmecken und wird auch annähernd so teuer verkauft.

 

 


 

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