
Österreichs 49er Asse wandeln am ersten Tag der 49er Europameisterschaft vor Gdynia in Polen zwischen Genie und Wahnsinn, wobei das Positive dank eines ersten Tagessiegs und der richtigen Materialwahl eindeutig überwiegt. Die Skiff-Segler sind ob der Streichmöglichkeit bester Dinge.
Nico Delle Karth und Niko Resch fahren in der Danziger Bucht ihren ersten Tagessieg ein und rangieren nach einem Totalausfall und bisher drei Qualifikationswettfahrten auf Platz 13.
Bei Postkartenwetter und leichtem Wind erwischten die Weltranglisten-Ersten mit dem Sieg in Durchgang eins einen regelrechten Traumstart, im Anschluss musste das zuletzt in absoluter Hochform agierende Duo allerdings einen Dämpfer verkraften. „Sie haben sich auf der Startkreuz für die falsche Seite entschieden, als eine der letzten den frischen Wind bekommen und konnten den Rückstand nicht mehr aufholen“, so die Kurzanalyse von OeSV-Sportdirektor Georg Fundak, der die EM-Dritten von 2009 in der anschließenden Wettfahrt wieder im Vorwärtsgang und im Ziel auf Rang zwei sah. Womit für Delle Karth nach dem ersten von insgesamt drei Qualifikationstagen das Positive überwog.

„Wir waren zweimal gewaltig am Weg, die Materialwahl hat sich als absolut richtig erwiesen. Unsere Bootsgeschwindigkeit war phänomenal und sollte uns auch in den kommenden Tagen die nötige Ruhe geben.“ Der Ausrutscher in Durchgang zwei ist laut Resch bereits verarbeitet, viel gab es ohnehin nicht zu besprechen. „Wir haben uns unmittelbar vor dem Start für die linke Seite des Kurses entschieden, dass der Wind rechts anspringt war nicht ersichtlich. Zweifel sind ebenso wenig angebracht wie etwaige Panikattacken, zumal das schlechteste Ergebnis ab fünf Wettfahrten ohnehin aus der Wertung fällt und die Medaillen erst am kommenden Samstag vergeben werden.“

Auch für Thomas Zajac und Vorschoter Thomas Czajka verkam der EM-Auftakt zum Wechselbad der Gefühle, vor allem da die beiden Neueinsteiger zweimal unschuldig zum Handkuss kamen und lediglich im zweiten Durchgang mit Platz fünf wunschgemäß in die Gänge kamen. „Wir hatten zwei Kollisionen die uns weit zurückgeworfen haben und besonders bitter sind, da wir in beiden Fällen gut am Weg waren und obendrein Vorrang hatten“, so ein schwer verärgerter Zajac, der von etlichen EM-Touristen sprach und auf ein härteres Durchgreifen der Jury hofft. „Aufgrund der großen Felder herrschen an den Bahnmarken zum Teil kriegsähnliche Zustände, wirklich schade um den Tag, denn eigentlich wären es unsere bevorzugten Verhältnisse gewesen.“
49er Europameisterschaft, Zwischenstand nach 3 Wettfahrten:
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1
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Pietro Sibello/Gianfranco Sibello
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ITA
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11
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13
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Nico Delle Karth/Niko Resch
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AUT
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39 (1,36,2)
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19
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Thomas Zajac/Thomas Czajka
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AUT
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45 (15,5,25)
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Quelle und Bilder
Dominic Marsano
