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49er EM: Mit dem Rücken zur Wand

Regatta | 08.07.2010 - 07:19:36

Österreichs 49er Teams werden bei der Europameisterschaft vor Gdynia in Polen am letzten Qualifikationstag durch Materialschäden gehörig aus dem Rhythmus gebracht und verlieren ihre perfekte Ausgangsposition, Delle Karth & Resch geben den Medaillen-Traum aber noch lange nicht auf.

 
Der dritte und letzte Qualifikationstag verlief ganz und gar nicht nach Wunsch der heimischen 49er Teams, die aufgrund von Materialschäden jeweils eine Wettfahrt verpassten und im Zwischenklassement entsprechend an Boden verlieren. Während Thomas Zajac und Thomas Czajka die ersten Runde aufgrund einer gebrochenen Fockklemme verpassten, mussten Nico Delle Karth und Niko Resch vor dem letzten Qualifikationsdurchgang aufgrund eines gerissenen Vorstags die Segel streichen. „In der ersten Wettfahrt lief mit Rang acht noch alles nach Wunsch, beim Einsegeln für den zweiten Durchgang hat es dann plötzlich einen lauten Knall gegeben, der Mast hat die komplette Spannung verloren, da war klar, dass wir nicht am Wasser reagieren können. Wir sind sofort in den Hafen geschleppt worden, haben das Problem binnen weniger Minuten behoben und wollten gerade auf die Bahn zurückkehren, als das Rennen gestartet wurde“, berichtet Delle Karth, der den Schaden mit einem Achsbruch vergleicht und mit dem Geschehenen verständlicherweise hadert. „Es gehört zu unseren täglichen Pflichten alles vor dem Auslaufen zu kontrollieren, in den vergangenen zehn Jahren hatten wir noch nie derartige Probleme, viel blöder hätte der Zeitpunkt nicht sein können.“ Da es in der Qualifikation nur eine Streichmöglichkeit gibt, kommt der 35. Platz vom ersten Tag in die Wertung, womit sich die bisher sensationelle Ausgangsposition deutlich verschlechtert hat. Zwischenzeitlich auf Rang sieben beträgt der Rückstand auf die Medaillen 19 Punkte. „Jetzt sind nur noch die besten 25 Teams im Rennen um Gold, Silber und Bronze. Es sind acht Wettfahrten geplant, anschließend folgt das Medal Race, da kann noch einiges passieren. Wir haben in den letzten Wochen und Monaten bewiesen, dass wir Geniales leisten können und werden alles daran setzen wieder ins Medaillenspiel zurückzukehren.“
 
  
Besagtes Gold Finale findet ohne Beteiligung von Zajac/Czajka statt, die aufgrund der verpassten Wettfahrt auf Rang 30 zurückfielen und ab jetzt in der Silber-Flotte um die Plätze 26 bis 53 segeln. „Ich habe weder gehört noch jemals gedacht, dass eine derart massive Klemme brechen kann. Ich wurde ich eines Besseren belehrt, die Enttäuschung ist riesengroß. Wir haben unser Ziel verpasst, jetzt steht der Lernfaktor im Vordergrund“, so ein zerknirschter Thomas Zajac, der mit seinem Partner in der zweiten Wettfahrt des Tages auf Rang acht segelte. 
 
49er Europameisterschaft (82 Mannschaften, 28 Nationen)
Zwischenstand nach der Qualifikation 9 Wettfahrten/ein Streicher:
 
1
Pietro Sibello/Gianfranco Sibello
ITA
35
2
Stevie Morrison/Ben Rhodes
GBR
36
3
Chris Draper/Peter Greenhalgh
GBR
37
7
Nico Delle Karth/Niko Resch
AUT
56 (1,(35),2,4,3,2,1,8,DNS)
30
Thomas Zajac/Thomas Czajka
AUT
117 (15,5,25,24,9,(28),4,DNS,8)
 
 
Quelle und Bilder Dominic Marsano

 


 

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