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49er EM: Turbulentes Finale

Regatta | 10.07.2010 - 06:39:24

Österreichs 49er Asse Nico Delle Karth und Niko Resch bleiben auch nach dem zweiten Finaltag der 49er Europameisterschaft auf Medaillenkurs, patzen im Übereifer ein wenig am Start und vergeben aufgrund zweier Frühstarts und einer Disqualifikation eine bessere Ausgangsposition.

 
Zu Beginn verlief alles nach Wunsch, abermals konnten sich die Österreicher vom Rest Europas absetzen und mussten in der ersten Runde des vorletzten Tages lediglich einem australischen Duo den Vortritt lassen. Beim Start zu insgesamt sechsten Finalwettfahrt nahmen Delle Karth und sein Kärntner Vorschoter zu viel Risiko und passierten die Linie deutlich vor dem Signal. „Das Timing war schlecht, wir wussten dass wir zu früh dran waren und sind sofort zurückgesegelt.“ Der Schaden konnte mit Rang 14 noch einigermaßen in Grenzen gehalten werden, doch auch im anschließenden Durchgang war die Aggressivität zu groß. Diesmal waren sich die Österreicher ihrer Peilung allerdings sicher, verzichtet auf die Entlastung und setzten das Rennen fort. Ein Fehler wie sich wenig später herausstellen sollte, denn die Jury nahm die in Führung liegenden Österreicher bei der ersten Bahnmarke wegen Frühstarts aus dem Rennen. „Du entscheidest binnen Sekunden, ob du dich entlastest, nochmals hinter der Startlinie eintauchst und das Rennen auf mehr oder weniger verlorenem Posten wieder aufnimmst, oder gleich weitersegelst. Die Fehleinschätzung kann passieren, aber wir hätten uns beim Start generell ein wenig schlauer anstellen müssen“, zeigt sich Delle Karth selbstkritisch fügt aber hinzu, „dass gerade bei wenig Wind ein sehr guter Start die halbe Miete ist.“
 
 
Großartig Kopfzerbrechen bereitet den Weltranglisten-Ersten die zu riskante Linie nicht, zumal die Ausgangsposition nach wie vor gut ist. „Wir können es jetzt ohnehin nicht mehr ändern und sind in Gedanken bereits beim Zielsprint. Anschließend werden wir die EM in Ruhe analysieren, derzeit gilt der Focus aber dem noch zu Leistenden.“ Das Restprogramm der Titelkämpfe sieht noch eine finale Wettfahrt vor, anschließend segeln die Top 10 im Medal Race um Gold, Silber und Bronze. „In zwei Wettfahrten kann so viel passieren, vor allem wenn einmal doppelte Punkte vergeben werden, da sind etwaige Hochrechnungen schwierig. Wir wissen um unsere gute Form Bescheid, derzeit haben aber die Briten die besseren Karten.“
 
Thomas Zajac und Thomas Czajka kommen in der Silber Gruppe zu keinen weiteren Wettfahrten und rangieren auf Platz 34.
 
 
 
49er Europameisterschaft (82 Mannschaften, 28 Nationen)
Zwischenstand nach 16 Wettfahrten:
 
1
Chris Draper/Peter Greenhalgh
GBR
72
2
Stevie Morrison/Ben Rhodes
GBR
84
3
Manu Dyen/Stephane Christidis
FRA
89
4
Nico Delle Karth/Niko Resch
AUT
91 (1,35,2,4,3,2,1,8,(DNS),1,12,2,3,2,14,(BDF)
5
Alan Norregaard/Peter Lang
DEN
97,6
34
Thomas Zajac/Thomas Czajka
AUT
169
 
 
Quelle Dominic Marsano
Bilder friedbits.com

 


 

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