Revier | 26.07.2010 - 07:15:26

In den letzten fünf Tagen wurden in den Gewässern im Süden der kroatischen Küste mehrere Seeminen aus dem zweiten Weltkrieg aus dem Meer geholt. Die gefährlichen Kriegsrelikte aus italienischer Produktion werden nun von kroatischen Behörden entschärft.

In der südlichen Adria, einem der beliebtesten Reviere für Wassersportler aus aller Welt, schwimmen seit dem Ende des zweiten Weltkriegs zahlreiche, hochbrisante Kriegsrelikte im Wasser. In den letzten fünf Tagen entdeckte
die Besatzung des kroatischen Fischerboots ORKA unter der Führung von Kapitän Dinko Cvjetović gleich drei der hochexplosiven Seeminen, die letzte am Samstag den 25. Juli. Dieser Typ von heimtückischen Waffen wurde von den Italienern vor über sechzig Jahren in dem Gebiet eingesetzt, um gegnerische Schiffe zu vernichten. Bei der zuletzt geborgenen Seemine dürfte es sich offensichtlich um einen Blindgänger handeln. Das Gefährliche an dieser mittlerweile geächteten Art
von Waffen ist, dass sie sich nach dem Konflikt nicht selbstständig entschärfen und so viele Jahre als gefährliches Treibgut im Meer bleiben. Die Sprengkraft der meisten Seeminen aus dem zweiten Weltkrieg reicht aus, um große Marineschiffe schwer zu beschädigen oder vollständig zu zerstören. Im Falle einer Detonation bei der Auslösung
durch ein herkömmliches Charterschiff blieben der Crew kaum Überlebenschancen. Es ist ebenfalls schon vorgekommen, dass alte Seeminen nach Jahrzehnten durch Korrosion der Zünder explodiert sind. Die in der südlichen Adria geborgenen Wasserminen wurden nach Dubrovnik gebracht und dort von Experten der kroatischen Marine entschärft und somit unschädlich gemacht.Bilder: Buljubašić & Nixdorf
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