Kollision auf dem Atlantik

Ocean | 26.07.2010 - 17:17:52

Am 26. Juli 1956 sank die ANDREA DORIA, einer der luxuriösesten Ozeanliner dieser Zeit nach einer Kollision mit dem schwedischen Passagierschiff STOCKHOLM. Der Luxusliner zählte damals zu den sichersten Schiffen der Welt, der Untergang beeinflusste die Sicherheitsregeln für Passagierschiffe nachhaltig.

 
Die 1951 gebaute ANDREA DORIA war in ihrer Epoche eines der schnellsten, sichersten und luxuriösesten Schiffe der italienischen Ozeanflotte. Nachdem die ANDREA DORIA den Atlantik 50 Mal erfolgreich in beiden Richtungen überquert hatte geriet sie auf ihrer 51. Fahrt nach New York in dichten Nebel und kollidierte mit dem schwedischen Passagierschiff STOCKHOLM. Das schwedische Schiff war für die Fahrt in eisreichen Gewässern konstruiert und traf die ANDREA DORIA etwa in der Mitte ihrer Steuerbordseite. Der verstärkte Bug der STOCKHOLM bohrte sich etwa zwölf Meter tief in die Bordwand des Luxusliners und zerstörte dort Passagierkabinen, wasserdichte Schotts und einige Treibstofftanks. Durch das entstandene Leck drang schnell Seewasser in die ANDREA DORIA, die aufgrund ihrer Konstruktion sehr schnell starke Schlagseite bekam.
 
 
Durch die Schräglage konnte ein Teil der Rettungsboote nicht zu Wasser gelassen werden. Die ebenfalls beschädigte STOCKHOLM trennte sich nach kurzer Zeit von dem italienischen Ozeanliner, konnte sich aber über Wasser halten. Gemeinsam mit anderen in der Nähe befindlichen Schiffen beteiligte sich die beschädigte STOCKHOLM an der Bergung der Passagiere und der Besatzung der ANDREA DORIA. Es wurden insgesamt 1660 Personen gerettet, 46 Menschen kamen bei dem Unfall ums Leben, vermutlich in direkter Folge des Zusammenstoßes. Am Morgen des 26. Juli 1956 versank die ANDREA DORIA etwa 45 Seemeilen südlich von der Insel Nantucket im Atlantik. Als Ursache für die Kollision und den folgenden Untergangs der ANDREA DORIA werden unter Anderem Konstruktionsfehler, Fehlinterpretation der Radaranzeigen und Fehlverhalten kurz vor dem Zusammenstoß angesehen. In Folge der Katastrophe wurden die Ausbildung an den Radargeräten verbessert sowie ein Prozedere eingeführt bei dem annähernde Schiffe verpflichtet sind miteinander Funkkontakt aufzunehmen.
 
 
Die ANDREA DORIA hatte eine Länge von 212 und eine Breite von 27 Metern, sie verdrängte etwas über 29.000 Tonnen und wurde von Dampfturbinen auf eine maximale Geschwindigkeit von 26 Knoten angetrieben. Ausgerüstet war sie mit einer, damals hochmodernen Radaranlage, der Rumpf war doppelwandig.

 


 

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