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Äquatorüberquerung bei ungünstigen Winden

People | 10.08.2010 - 07:13:05

Das angehende österreichische Weltumseglerpärchen Barbara und Christoph Einspieler haben mit ihrer Stahlyacht TAURUS am Sonntag den 8. August 2010 um 16 Uhr 32 UTC den Äquator überquert. Trotz Regenschauer und drehenden Winden aus äußerst ungewöhnlichen Richtungen feierten die Beiden das Ereignis wie es sich gehört.

 
Die Segelyacht TAURUS befindet sich seit Sonntagnachmittag 8. August auf der südlichen Halbkugel. Geplant ist, dass sie diese Hemisphäre erst auf ihrer Rückfahrt von Südafrika kommend und auf dem Weg in die Karibik an nahezu der gleichen Stelle wieder verlassen werden. Dazwischen wird ihre Weltumsegelung liegen, die sie um das Kap Hoorn, durch den Pazifischen Ozean, die Torres Straße und über den Indischen Ozean ans Kap der Guten Hoffnung führen wird. Selbst die Wetterverhältnisse, die zurzeit auf der Route der TAURUS herrschen können die beiden nicht entmutigen, unvorhersehbare Winde, Regen, Gewitter und ständiges Gegenansegeln machen es Barbara und Christof schwer. Kleine Probleme wie ein Regenwassereinbruch oder eingeschleppte Motten im Schokoladeproviant werden sofort in Angriff genommen und schnell gelöst. Die Maßnahme gegen das Ungeziefer beinhaltete das Entfernen des befallenen Proviants und das Verstauen des unbedenklichen Rests in unzählige Tupperwareboxen. Trotzdem zählen für die beiden die tollen Erlebnisse ihrer Fahrt. Ihre freie Zeit verbringt die Crew der TAURUS mit dem Lernen der portugiesischen Sprache für ihre Landung in Brasilien und mit Wetterkunde, da die unterschiedlichen Wolkenformationen und Wellen wie aus dem Lehrbuch sind. Da sich das Schiff jetzt in einem relativ stark befahrenen Gebiet befindet ist erhöhte Vorsicht angesagt, um keinem Tanker oder Frachtschiff zu nahe zu kommen. Andere Riesen der Meere sind jedoch eine willkommene Abwechslung wenn zum Beispiel Walherden den Kurs der TAURUS kreuzen. In der Nacht beobachten Barbara und Christoph die Sternbilder des Südens und die unzähligen Sternschnuppen, die man bei der klaren Atmosphäre über dem Ozean sehen kann. Manchmal werden in der Nacht auch tellergroße, leuchtende Erscheinungen gesichtet, bei denen sich Barbara und Christoph noch nicht einig sind, ob es sich um Quallen oder fluoreszierende Kalmare handelt. Den nächsten Aufenthalt wird die TAURUS an der Ostküste Südamerikas machen, von wo aus sie sich mit einigen Zwischenstopps dem Kap Hoorn nähern wird.
 
 
 
 
Quelle und Bilder www.sytaurus.com

 


 

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