
TAURUS in Südamerika angekommen
People | 20.08.2010 - 07:34:44

Barbara und Christoph Einspieler, die Crew der Segelyacht TAURUS, haben sich zu einem Zwischenstopp an der Küste Brasiliens entschieden. Grund dafür waren Gegenwind und die Vorfreude darauf, nach der langen und anstrengenden Transatlantiketappe wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.
Ein freundlicher vorbeifahrender Frachter warnte die Crew der TAURUS vor einem Tief, das sich ihrer Position vor der Südamerikanischen Küste näherte. Eine hilfreiche Geste, da die Wetterberichte nicht immer exakt mit den tatsächlichen Wetterbedingungen übereinstimmten. Nahe der brasilianischen Küste segelte die TAURUS mit gutem Wind und bis zu sieben Knoten nach Süden in der Hoffnung eines ihrer besten Etmale der bisherigen Reise zu erreichen, als kurze Zeit später der Wind vollkommen einschlief und die TAURUS dümpelnd zurückließ.
Dass die Behördenwege in Südamerika mitunter etwas länger dauern, wurde der Crew der TAURUS schon von anderen Seglern in dieser Region erzählt. Nachdem das Beiboot im örtlichen Yachtclub sicher versorgt war musste sich Skipper Christoph trotz hoher Temperaturen in lange Hose, Hemd und geschlossene Schuhe kleiden, da hier bei den Behörden sehr auf Etikette geachtet wird. Sprachliche Schwierigkeiten ergeben sich hier erstmals, da sich das brasilianische stark vom Schulportugiesisch unterscheidet. Um diese Sprachbarriere zu überwinden, schreibt Barbara ab jetzt die Anliegen und Informationen schon vorher anhand eines brasilianischen Wörterbuchs auf und erntet mit diesen Zetteln anfangs Verwunderung aber endgültig doch Erleichterung bei den Offiziellen. Nach einem mehrstündigen Amtsmarathon über Polizei, Zoll und Hafenbehörde sowie Bergen von Formularen und unzählige Stempeln sind die notwendigen Formalitäten erledigt und die Besatzung der TAURUS kann sich angenehmeren zuwenden.
In einem kleinen Restaurant findet die Völkerverständigung völlig automatisch statt, nachdem aus den Lautsprechern des Lokals der Donauwalzer ertönte. Sehr beeindruckt sind Barbara und Christoph von den freundlichen und hilfsbereiten Einheimischen und den bemühten und zuvorkommenden Behörden. Die Zeit im Hafen von Maceio nutzen die beiden angehenden Weltumsegler mit Instandsetzungsarbeiten an ihrer TAURUS, unterbrochen werden sie dabei gelegentlich von südamerikanischen Unwettern, die unglaubliche Wolkenbrüche und starken Seegang in der offenen Ankerbucht mit sich bringen.Quelle und Bilder www.sytaurus.com
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