Geritzer bleibt dran, 470er-Junioren starten sensationell

Regatta | 02.09.2010 - 11:44:58

Während Andreas Geritzer bei der Laser Weltmeisterschaft vor Hayling Island einstellig bleibt und sich lediglich Doppel-Weltmeister Tom Slingsby geschlagen geben muss, geigen die 470er-Junioren bei der Europameisterschaft vor Istanbul auf.

 
Im fünften WM-Durchgang musste sich der Neusiedler lediglich Doppel-Weltmeister Tom Slingsby (AUS) geschlagen geben. Der 32-Jährige rundete die erste Bahnmarke auf Rang zwei und brachte den Vorsprung auf den Rest des Feldes souverän über die Runden. „Slingsby wäre nur noch mit sehr hohem Risiko zu holen gewesen. Ich habe mich auf das Verteidigen meiner Position konzentriert und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.“ In der sechsten und vorläufig letzten WM-Runde kam der Österreicher nach einem verpatzten Auftakt als 26. zur ersten Tonne, kratzte zwischenzeitlich an den Top 10, und musste sich nach einer missglückten letzten Runde mit Platz 22 begnügen. „Der Start war schlecht, anschließend bin ich lange Zeit in einem Pulk festgesessen. Als ich dann ins Fahren kam, und mich bis auf Platz elf vorgearbeitet hatte, wollte ich ein wenig zu viel.“ Geritzer, der das Feld nach fünf Wettfahrten angeführt hatte, fiel auf Rang neun zurück.
 
 
Mit einer Frühstart-Disqualifikation begannen die Titelkämpfe für Matthias Schmid und Florian Reichstädter alles andere als nach Wunsch. Im Anschluss gab das Duo mit Rang fünf die richtige Antwort und ein kräftiges Lebenszeichen von sich. „Ich habe zumindest 15 Boote über der Linie gesehen, drei haben sie rausgeholt“, ärgert sich OeSV-Coach Peter Krimbacher der der Wettfahrtleitung Inkonsequenz vorwirft. „Wir haben gewusst, dass es knapp wird, aber du musst aus der ersten Reihe rauskommen, sonst bist du gleich weg. Wir hatten in Luv ein Paket und keine Peilung mehr, dass nur drei Boote disqualifiziert wurden ist ein Scherz“, so Schmid, der generell mit der Organisation hadert. „Wir haben bald neun Uhr Abends und müssen noch das Ende der Protestfrist abwarten. Es hängen noch keine Ergebnislisten und wir wissen auch nicht, wann morgen Start ist. Es ist ein wenig chaotisch, sowohl an Land, als auch am Wasser.“
 
 
Sensationell starteten hingegen die OeSV-Junioren David Bargehr und Lukas Mähr in den Bewerb, die Vorarlberger kamen auf die Ränge fünf und neun. „Wir hatten heuer schon ein paar gute Momente, aber nie die Konstanz für einen ganzen Tag. Diesmal hat einfach alles gepasst, wir sind überglücklich.“
 
 
Das Comeback von Sylvia Vogl und Carolina Flatscher verlief mit den Plätze 19 und 12 durchaus zufriedenstellend. „Ich bin heute mit dem Steuern nicht zu Recht gekommen. Wind und Welle waren völlig anders als im Training, nach 14 Monaten Pause und vier Trainingstagen darf man sich aber keine Wunder erwarten.“
 
 
Florian Raudaschl kam vor San Francisco auf die Ränge 15 und 40. „Es war wieder sehr windig, ich hatte mich in der ersten Runde, die vom Ergebnis her in Ordnung geht, total verausgabt und anschließend ein ärgerliches Blackout. Die Wettfahrten dauern zumindest 90 Minuten, die Kurse sind extrem lang gesteckt, dadurch verändert sich das feldtaktische Verhalten. Durch die Mitte geht es nicht, du musst dich für eine Seite entscheiden, auf der letzten Kreuz war es leider die falsche. Ich habe 25 Plätze verloren, das ist extrem bitter.“ Der Gold Cup wird am kommenden Samstag entschieden.
 
Laser Weltmeisterschaft, Zwischenstand nach sechs Wettfahrten, ein Streicher
1
Tom Slingsby
AUS
14
2
Joshua Junior
NZL
18
4
Paul Goodison
GBR
18
9
Andreas Geritzer
AUT
33 (33),6,2,1,2,22)
144
Matthias Sailer
AUT
212 (45,22,49,(52),44,52)
 
Finn Weltmeisterschaft, Zwischenstand nach vier Wettfahrten
1
Thomas Le Berton
FRA
21
40
Florian Raudaschl
AUT
156 (13,DNF,15,40)
 
 
Quelle und Bilder Dominic Marsano

 


 

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