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TAURUS entlang der brasilianischen Küste

People | 22.09.2010 - 07:32:02

Die österreichische Segelyacht TAURUS mit ihrer Crew, Barbara und Christoph Einspieler segelt entlang der brasilianischen Küste nach Süden. Das Abenteurerpärchen genießt die grandiose Landschaft, die Metropole Rio und Begegnungen mit freundlichen Einwohnern Brasiliens oder Walen.

 

 
Unser Bug schneidet wieder durch die dunkelblaue See und die Krönchen auf den Wellenkämmen leuchten silbrig. Es ist einfach unbeschreiblich schön bei Vollmond zu segeln. Das Ausklarieren in Maceio war total easy, binnen einer Stunde waren wir fertig und die Beamten froh, uns wieder los zu sein. Wir sind draufgekommen, dass wir erst die dritte Yacht dieses Jahr in diesem Hafen waren, somit ist die Verwirrung bei den Ämtern zu verstehen, da sie nicht wussten, wie mit uns zu verfahren ist (aber vielleicht war grad das unser Glück). Samstagmittags war im Yachtclub immer großes Treffen, es ist unglaublich, wie nett hier die Menschen sind.
 
Sollten wir auf See wirklich mal in der misslichen Lage sein, von unseren Fischfängen leben zu müssen, würden wir wahrscheinlich verhungern. Wir haben schon vor unserer Abreise die größten am Markt erhältlichen Angelhaken gekauft und waren der Meinung für Blue Marlins und Thunfische bereit zu sein, wurden aber schnell eines Besseren belehrt, da sich die Haken bei größerer Beute einfach aufbiegen oder trotz Stahlvorfachs abgebissen werden. Wir sind die idealen Tierschützer, nur Selbstmörder beißen bei uns an und kommen in die Pfanne.
 
 
Wir sind jetzt schon seit fünf Monaten unterwegs und noch immer haben wir nicht genug, ein Highlight war, als uns eine Schule Schwertwale begegnete, die wir beobachten konnten. Die scheuen Giganten blieben zwar immer in einiger Entfernung, es war aber trotzdem bombastisch zu sehen wie Kolosse auftauchten. Ein anderes Mal segeln wir durch riesige Felder mit Ölbohrtürmen und der Schiffs- und Helikopterverkehr nimmt beängstigende Ausmaße an. Die riesigen hellerleuchten Förderanlagen sehen in der Nacht richtig utopisch aus.
 
 
Bei Cabo Frio haben wir endlich wieder Land in Sicht bekommen und segeln jetzt entlang am nicht enden wollenden weißen Sandstrand bis Rio. Die ersten Eindrücke waren überwältigend, die Copacabana ist ein blendend weißes Band aus Sand mit einem Hintergrund aus Hochhäusern. Erst wenn man in die weitläufige Bucht einbiegt, sieht man das eigentliche Rio de Janeiro, das mit seinen bizarren Felsen, unglaublichem Grün und dem Wasser rundherum traumhaft schön ist. Als wir die Festungsanlagen passieren, kommt uns ein U-Boot als einzigartiges Empfangskomitee entgegen, wir fragen uns schon, ob wir so gefährlich aussehen aber die Besatzung grüßte freundlich und fährt weiter.
 
 
Wir haben uns entschieden, im Yachthafen von Niteroi zu bleiben. Der Clube Naval Charitas nimmt uns gern auf, hier ist es interessant, dass sich die Tagespauschale erhöht je länger man bleibt (1. bis 3. Tag  $ 20,05;  4. bis 15. Tag $ 40,10  usw.) das macht den Eindruck, man soll zwar kommen, aber nicht zu lange bleiben. Die Autofahrer und Busfahrer in Rio sind Kamikaze-Piloten und bleiben für nichts und niemanden stehen, außer im Stau und der ist hier oft und heftig. Wir lernen viele interessante  Menschen kennen und treffen Gleichgesinnte, die auf derselben Route wie wir segeln wollen. Wir bekommen viele Tipps, wo wir unbedingt hinfahren müssen. Wenn der Wind richtig ist wollen wir jetzt langsam Richtung Ilha Grande/Angra dos Reis aufbrechen.  Barbara Einspieler von der TAURUS
 
 
 
 

Quelle und Bilder www.sytaurus.com

 

 


 

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