BMW Offshore Challenge | Regatta | 15.10.2008 - 15:41:53

Die BMW Offshore Challenge sorgte in den vergangenen Tagen zwischen Murter und Dubrovnik für ein erhöhtes Verkehrsaufkommen, bot sehenswerte Infights und endete mit einem spektakulären Zielsprint.
Die Zutaten dieser überaus attraktiven Hochsee-Hatz, deren makelloser Ruf die Creme de la Creme der heimischen Big-Boat Szene an die kroatische Adria lockte, sind genial wie einfach: ein Massenstart, 140 Seemeilen nonstop nach Dubrovnik, eine kurze Verschnaufpause, und anschließend wieder retour nach Murter. Am vergangenen Sonntag wurde das 62 Boote starke Teilnehmerfeld unter Spinnaker und bei exzellenten Segelverhältnissen auf die Reise geschickt, der Rückweg erwies sich als ein wenig holpriger. Eine hartnäckige Flaute bremste die Armada in ihrem seglerischen Tatendrang, anstelle zu starten wurden unter Motor die umliegenden Buchten angelaufen und auch der darauf folgende Morgen brachte zunächst keinen frischen Hauch mit sich.

Das Feld begab sich unter Motor in Richtung Murter und wurde am frühen Nachmittag dank des einsetzenden Mistrals doch noch für die lange Geduldprobe entschädigt. Der souverän agierende Wettfahrtleiter Gert Schmidleitner ließ seine Schäfchen nordwestlich von Solta ein finales Mal von der Leine, bei Postkartenwetter und idealen Segelbedingungen kreuzten die Yachten der Wertungslinie Mulo entgegen. Wie bei der ersten Etappe zeigte die schnellste Yacht auf dem Parcours – Ferdinand Langs La Dolce Vita – dem Rest des Feldes rasch ihr stolzes Heck. Der Niederösterreicher segelte auf seiner X 50 an der Spitze auf und davon, passierte in den frühen Abendstunden abermals als erste Yacht die Ziellinie, musste sich aber hinsichtlich des berechneten Gesamtsieges in Geduld üben. Ob der Zeitvorsprung reichte, sollten die ersten Verfolger beantworten.

In der Einheitsklasse blieb hingegen alles dicht gedrängt. Nach dem Start entwickelte sich ein spannender Dreikampf um die Führung, wobei Christian Bayer seine Kontrahenten über 35 lange Seemeilen in Schach hielt. Dann wurde dem regierenden Hochseemeister und seiner OCEAN7 Crew ein Windloch zum Verhängnis, ein Steher, den Reinhard Laufer und seine Mannen perfekt auszunutzen wussten. Das Grazer Regatta-Team erreichte Murter als erste Dufour 44 und sicherte sich damit überlegen den Gewinn der Einheitsklasse mit Spinnaker. Bayer, der die Auftaktsetappe nach Dubrovnik für sich entschieden hatte, verlor aufgrund eines Frühstarts, der mit einer zwei Stunden Zeitstrafe geahndet wurde, weitere Plätze und musste sich in Summe mit Rang vier begnügen. Gerhard Pils und sein BMW Team, darunter Segelgrößen wie IMS-Zentral-Europameister Rene Mangold, segelten dank der Plätze drei und vier auf Gesamtrang zwei, Gernot Leimer vervollständigte als dritter das Podest.

Gerhard Pils, Geschäftsführer der BMW Group Austria, der Namensgeberin dieser prestigeträchtigen Hochsee-Regatta, zollte als engagierter Regattaskipper der Wettfahrtleitung – „für die Launen des Windes kann niemand etwas, die Verantwortlichen haben die Situation hervorragend gemanagt“ – sowie den Teilnehmern größtmögliches Lob. „Es war Big-Boat Segeln auf höchstem Niveau, die Qualität dieser Regatta war absolut beeindruckend.“
Die für die schnellsten Yachten mit BMW Fahrern an Bord ausgeschriebene Sonderwertung demonstrierte die ansteigende BMW Markenpräsenz unter den erfolgreichen Seglern.

Bilder und Ergebnisse www.bmw-offshore-challenge.at , www.bmwgroup.com
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