
Fall von Denguefieber in Kroatien
Revier | 13.10.2010 - 07:41:28

An der Küste der kroatischen Adria ist es zu einem Fall von Denguefieber gekommen, meldet das Zentrum für Reisemedizin in Wien. Ein 72 Jahre alter Urlauber aus Deutschland hat sich bei seinem Aufenthalt in Kroatien offensichtlich mit dem tropischen Erreger infiziert. Er besuchte auf seiner Reise die Orte Orebić, Korčula und Dubrovnik.
Ein 72 jähriger Urlauber aus Deutschland infizierte sich laut aktuellen Meldungen während seines Aufenthalts an der kroatischen Adriaküste mit dem gefährlichen Dengue-Virus. Auf seiner Reise hielt sich der Urlauber in den Hafenstädten Orebić, Korčula und Dubrovnik auf. Diese, in den Tropen und Subtropen weit verbreitete Krankheit wurde zuletzt im südfranzösischen Nizza diagnostiziert, jetzt wurde der erste Krankheitsfall in Kroatien festgestellt. Die Symptome der Krankheit sind anfangs denen einer starken Grippe ähnlich, so dass es häufig zu Fehldiagnosen kommt. Übertragen wird das Denguefieber meistens von der sogenannten Gelbfieber- oder Ägyptischen Tigermücke (Aedes aegypti), die sich bei feuchten Klimabedingungen besonders gut vermehren kann. Gefährlich sind bei dieser Mückenart nur die weiblichen Tiere, die das menschliche Blut für ihren Fortpflanzungsprozess benötigen. Die stechenden Plagegeister bevorzugen für ihre Jagd die Dämmerung, sind jedoch auch tagaktiv. Das Denguefieber wird auch als Dandy- oder Knochenbrecherfieber bezeichnet und durch den Dengue-Virus
ausgelöst. Es gilt zurzeit als das sich am schnellsten Ausbreitende Virus das durch Stechmücken verbreitet wird. In den letzten 50 Jahren haben die dokumentierten Erkrankungen um das dreißigfache zugenommen. In schweren Fällen kann es zu dem hämorrhagischen Denguefieber mit inneren Blutungen kommen, das zum Tod führen kann. Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation erkranken jedes Jahr bis zu 100 Millionen Menschen an Denguefieber, bei 500.000 Patienten kommt es zu einem schweren Ausbruch der Krankheit, 22.000 Menschen, meistens Kinder sterben jedes Jahr an der Krankheit. Eine Impfung oder ein brauchbares Gegenmittel ist bis jetzt nicht bekannt.Weitere Informationen www.tropeninstitut.at www.reisemed.at
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