
Regatta | 20.10.2010 - 07:03:28

Die erste Wettfahrt war eine echte Challenge. Der Start erfolgte am Sonntag um 14 Uhr in Biograd, die erste Yacht war nach 31 Stunden am Montagabend, die letzte nach 43 Stunden am Dienstagvormittag im Ziel. Dazwischen lagen starker Wind, Wellen, Flaute und Hagelgewitter.
Begonnen hat die erste Etappe der UNIQA Offshore Challenge mir vier bis fünf Beaufort Jugo, die Teilnehmer mussten vor Hvar gegen eine Welle von zwei Meter Höhe aufkreuzen. Auch in der ersten Nacht ging es in dieser ungemütlichen Tonart weiter. Montagmorgen zogen einige Gewitterzellen über das Feld und brachten Hagelkörner mit einer Größe von zwei Zentimetern und Wind mit bis zu 30 Knoten mit sich. Kurz darauf strapazierte eine Flaute die Nerven der Teilnehmer stark. Montagabend setzte dann die Bora mit Böen bis zu 35 Knoten ein
und zerfetzte die Segel mancher Yachten. Trotz dieser widrigen Wetterbedingungen schafften es die meisten Teilnehmer ins Ziel. In der Klasse der Bavaria 42 Match war Mini-Transat Teilnehmer Christian Kargl, verstärkt mit Sylvia Vogl eine Klasse für sich und distanzierte seine Mitbewerber um mehr als zweieinhalb Stunden. Bei den Bavaria 47 Cruisern war Richard Mangl mit seiner Mannschaft 20 Minuten voran. In der offenen Klasse ohne Spinnaker kam Gerhard Putz mit einer Bavaria 41H als Zweiter ins Ziel und setzte sich damit nach berechneter Zeit an die Spitze. In der Klasse mit Spinnaker steuerte Alzbeta Helienekdie ihre Salona 44 Samoa als absolut
schnellstes Boot über die Ziellinie, erreichte damit in ihrer Klasse aber nur Platz sechs. Hier führt Gerhard Allwinger mit der Charteryacht RATZ FATZ, einer Bavaria 46 Cruiser. Nach dem Zieleinlauf waren alle Teilnehmer froh das Ziel wohlbehalten erreicht zu haben und ihre Wunden lecken zu können. Zerrissene Segel, gebrochene Beschläge, angeschlagene Knie und vom Hagel aufgeschlagene Knöchel waren die Folgen der ersten Etappe. Die Siegerehrung für die erste Teilstrecke fand unter Beisein der Bürgermeisterin in der Altstadt von Dubrovnik auf den Stufen der Kathedrale statt. Der Start für die zweite Teilstrecke zurück nach Biograd ist für 12 Uhr vorgesehen. Der Wetterbericht kündigt für diese Etappe wieder Bora an.
| Empfehlen | 1.841 Klicks | Gernot Weiler |
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