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S-CUP mit dem AWO-Sailingteam

Regatta | 03.11.2010 - 06:52:04

Trotz gesundheitlich angeschlagener Crewmitglieder, einer langen Anreise und einem dichten Programm an Regattaverpflichtungen lässt sich das österreichische AWO-Segelteam nicht unterkriegen und rast von einer Wettfahrt zur anderen. Zuletzt segelten die Mädels den S-Cup in Kroatien.

 
Hier der Bericht von Yasmin Weiss, Presselady des AWO-Sailingteams.
 
Gleich nach der Matchrace Staatsmeisterschaft am Neusiedlersee brach das AWO-Sailingteam nach Kroatien zum S-Cup auf. Die Abfahrt wurde auf fünf Uhr in der Früh vorverlegt, da noch in der Nacht die Info kam, dass das Velebit Gebirge gesperrt und mit Schneefahrbahn zu rechnen ist. Nach über sieben Stunden Autofahrt war das Ziel Biograd endlich erreicht. Dort stieß auch Julia Zierler, ein neues Crewmitglied zu den AWO-Damen. Die Überstellung nach Jezera konnte wegen der starken Bora leider nicht für Trainingszwecke genutzt werden. Somit hatten die gesundheitlich angeschlagenen Mädels noch Zeit, sich für die bevorstehende Regatta auszukurieren. In Jezera angekommen wurde ein kuscheliges Appartement bezogen. Abends wurden alle Mannschaften bei einer Welcome Party des b/o racing teams herzlich begrüßt und auf die Regatta eingestimmt.
 
Erster Regattatag. Leider immer noch gesundheitlich angeschlagen, konnte am Vormittag eine Stunde bei 18-20 Knoten Bora gesegelt werden, um das Boot kennen zu lernen. Es wurden drei Wettfahrten gesegelt, der starke, drehende Wind und die gesundheitlichen Probleme machten den Mädels einigermaßen zu schaffen. Den Umständen zum Trotz war jedoch mit den Plätzen 12, 11und 7 ein Aufwärtstrend zu bemerken. Als negatives Resümee des Tages mussten die jungen Seglerinnen aber einen verstauchter Knöchel bei ihrem neuesten Crewmitglied Julia Zierler, extremen Ruderdruck und Probleme bei den Spinnacker Manövern verzeichnen.
Am zweiten Regattatag wurde wegen der angekündigten Flaute über einen Ruhetag diskutiert, daraus wurde aber nichts, da der Wind auf Jugo drehte und den Teilnehmern zwei Leichtwindwettfahrten vor Jezera bescherte. Die Crew war zu diesem Zeitpunkt leider nur noch zu 15 % fit und regattatauglich, der Rest war verkühlt oder verletzt. Der immer schwächer werdende Wind passte den AWO-Mädls also nur allzu gut ins Konzept. Mit einem 9. und einem 5. Rang wurde das Soll, unter die Top Ten zu segeln, ausreichend erfüllt. Als Tagesbilanz konnten sich die jungen Damen über ein verbessertes Bootshandling ein und die steigende Erfolgstendenz freuen, ein gewaltiger Motivationsschub für den dritten und letzten Regattatag.
 
 
Am dritten Tag des S-Cups 2010 zeigten die Entbehrungen des gesundheitlich angeschlagenen Teams ihre Folgen. Mit dem, mittlerweile als Lazarettschiff bezeichneten Regattaboot startete das AWO-Sailingteam bei 15 bis 20 Knoten Jugo zu den beiden letzten Wettfahrten. Die sechste Wettfahrt sollte aber nicht an die gute Platzierung vom Vortag anknüpfen. Taktische Fehlentscheidungen brachten die geschwächten Mädels nur den 17.Rang ein.
 
 
Aber die jungen Seglerinnen lassen sich dadurch nicht entmutigen, verdauen den Tiefschlag schnell und ersegeln bei der siebenten und letzten Wettfahrt des Tages einen 10. Platz. Schlussendlich schaute für das AWO-Sailingteam der 11. Gesamtrang heraus, auch den Titel der besten Damencrew durften die angeschlagenen Mädels mit nach Hause nehmen.

Bilder www.workline.at

 

 


 

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