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Der erste Einhand-Weltumsegler

People | 14.11.2010 - 06:00:50

Heute vor 101 Jahren brach Joshua Slocum, der erste Einhand-Weltumsegler der Welt, zu seiner letzten Reise auf. Er wollte im stattlichen Alter von 65 Jahren, allein von der Südküste Cape Cods in Massachusetts zur Mündung des Orinokos, im Norden Südamerikas, segeln. An seinem Ziel ist er nie angekommen.

 
Joshua A. Slocum wurde am 20. Februar 1844 in Nova Scotia, an der kanadischen Atlantikküste, als Sohn einer Familie mit Seefahrertradition geboren und fuhr schon im zarten Alter von zwölf Jahren zur See. Mit 25 Jahren bekam er sein Kapitänpatent verliehen und befuhr in den folgenden Jahren mit der Bark WASHINGTON den Pazifik. Nach der Strandung seines Schiffs in Alaska, rettete er die Besatzung mit einem selbst gebauten Boot. Auf einer Seereise mit seiner Familie, strandete sein damaliges Schiff, die Bark AQUIDNECK, an der brasilianischen Küste. Slocum zimmerte aus den Wrackteilen ein neues Segelboot und brachte damit seine gesamte Familie sicher nach Hause. Weltberühmt wurde der leidenschaftliche Seemann, durch die erste Einhand-Weltumsegelung aller Zeiten. Sein Schiff für diese unglaubliche Reise, war die etwas über 11 Meter lange SPRAY, die ihm von einem Freund als Wrack geschenkt wurde. Die SPRAY wurde von Slocum, anfangs als Gaffelkutter gebaut, aber während der Reise, mit einem zweiten Mast ausgestattet und mehrmals umgebaut. Seine Weltumsegelung führte ihn, ausgehend von Boston, über den Nordatlantik, zuerst zu den Azoren und nach Gibraltar, wo er sich jedoch entschied, doch in westlicher Richtung um den Erdball zu segeln. Von Gibraltar segelte der grandiose Seemann erneut über den Atlantik nach Brasilien und legte dort unter anderem, in Rio de Janeiro und Buenos Aires an. Nach dem passieren der Magellan-Straße, musste Slocum gegen einen schweren Sturm kämpfen, nach dem er sich den Juan-Fernández-Inseln zuwendete und über Samoa, Australien erreichte. Durch die Torres-Straße und den Indischen Ozean, segelte er weiter nach Südafrika. Dort umrundete er das berüchtigte Kap der Guten Hoffnung und machte einen Zwischenstopp in Kapstadt. Seine letzte Etappe führte Joshua Slocum nach Nordosten, zurück über den Atlantik. St. Helena, Grenada und Antigua waren unter anderem Orte auf seiner Heimreise nach Newport, wo er nach drei Jahren und zwei Monaten seine über 46.000 Seemeilen lange Weltumsegelung beendete. Sein Bericht über die erste Einhand-Weltumsegelung der Welt, wurde unter dem Titel „Sailing Alone around the World“ veröffentlicht und zählt zu den lesenswertesten Werken der nautischen Literatur. Am 14. November 1909 brach Joshua Slocum, mit 65 Jahren zu seiner letzten Seereise auf, er wollte wieder allein fahren und zur Mündung des Orinoko, im Norden des südamerikanischen Kontinents segeln. Dort kam der grandiose Seemann aber nie an. Als Möglichkeiten für sein Verschwinden, wird eine Kollision mit einem anderen Schiff oder einem Wal vermutet. 22 Jahre nach dem Joshua Slocum auf dem Atlantik verschollen ist, wurde sein Tod offiziell für gültig erklärt.
 
 

Homepage der Joshua Slocum Society

 

 


 

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