
Ocean | 14.12.2010 - 05:05:02

Der Panamakanal wurde im August 1914 eröffnet. Fast hundert Jahre später durchquerte ein chinesischer Frachter als ein millionstes Schiff die bedeutendste Wasserstraße der Welt. Jährlich passieren etwa 14.000 Schiffe den Kanal und sparen sich den weiten Weg um Kap Hoorn.
Der 81,6 Kilometer lange Panamakanal ist die wichtigste Wasserstraße der Welt, pro Jahr durchqueren etwa 14.000 Schiffe auf ihm die Landenge von Panama. Obwohl sich die Wasserspiegel des Atlantiks und des Pazifiks, im Einfahrtsbereich des Panamakanals nur um 24 Centimeter unterscheiden, müssen die Schiffe durch die Schleusenanlagen insgesamt um 26 Meter gehoben werden, um auf Niveau des verbindenden Gatun Sees gebracht zu werden. Der Betrieb des Kanals schafft etwa 8.000 Arbeitsplätze in Verwaltung, Betrieb und Instandhaltung und bringt jährlich mehr als eine Milliarde US Dollar ein. Bisher war es lediglich möglich, Schiffen der PanMax Klasse die Durchfahrt zu gestatten. Diese Schiffe passen gerade noch in die 305 Meter langen, 33,5 Meter breiten und 26 Meter tiefen Schleusenkammern des Panamakanals. Allerdings ist die Durchfahrt an der seichtesten Stelle nur 12,5 Meter tief. Um das maximale Schiffsvolumen unter
diesen Einschränkungen zu erreichen, werden PanMax Schiffe bis an die Grenzen des Möglichen konstruiert und haben eine durchschnittliche Länge von 294, eine Breite von 32,3 und einen Tiefgang von etwa 12 Metern. Jetzt sollen die Schleusenanlagen erweitert werden, um dem weltweiten Trend zu größeren Frachtschiffen gerecht zu werden. Schon in den nächsten Jahren sollen die Erweiterungsarbeiten abgeschlossen sein und den Panamakanal für größere Schiffe benutzbar machen. Die neuen Schleusenkammern sollen dann 427 Meter lang, 55 Meter breit und über 18 Meter tief sein. Durch den Panamakanal werden sechs Prozent des Welthandels transportiert, für den Handel mit Gütern aus amerikanischen Häfen liegt der Wert bei 68 Prozent. Gegner des Kanalausbaus befürchten durch die Bauarbeiten Schäden an der tropischen Natur der Region sowie Enteignungen an der einheimischen Landbevölkerung.Bilder: Stan Shebs
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