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Mit Rückenwind auf der Ideallinie

Regatta | 17.12.2010 - 05:07:03

Österreichs Segel-Asse produzieren beim Australien Weltcup vor Melbourne trotz wechselhafter Windverhältnisse weiterhin positive Schlagzeilen, biegen mit viel Selbstvertrauen auf die Zielgerade und steuert auf ein kollektives Traumergebnis zu.

 
Die Verhältnisse bleiben vor Melbourne und in diesen Tagen weiterhin launisch, vor allem der Wind weiß offenbar nicht so recht, was er will. Was letztens definitiv zu viel war, ist jetzt beinahe zu wenig, das Programm wurde bei maximal einer Windstärke fortgesetzt. Österreichs Olympiasegler behielten bei den taktisch schwierigen Begleiterscheinungen kühlen Kopf und den Überblick, das OeSV-Aufgebot steuert beim Saisonauftakt auf ein kollektives Traumergebnis zu.
 
 
Nico Delle Karth und Niko Resch überzeugten wieder mit einer konstanten Serie, mussten die zwischenzeitliche Gesamtführung allerdings an Peter Burling und Blair Tuke abtreten. „Wir haben aufgrund der schwierigen Verhältnisse taktisch nicht alles riskiert, sind mit einem zweiten, zwei vierten und einem fünften Platz immer vorne dabei gewesen und mit unserer seglerischen Leistung sehr zufrieden“, so Delle Karth, der aufgrund einer Dopingkontrolle im Anschluss an die Wettfahrten die Hose runter lassen musste. Von den Neuseeländern, die sehr hoch gepokert und mit Rang 18 ihren Streicher eingesegelt haben, trennen die Österreicher gerade einmal zwei Punkte, der Rest des Feldes wurde deutlich distanziert. „Wir haben uns Luft verschafft und sind für das Finale bestens gerüstet.“ Ausgezeichnet in Fahrt waren auch Thomas Zajac und Thomas Czajka, die 49er Umsteiger verbuchten einen Tagessieg und rangieren nach neun Wettfahrten auf Platz acht.
 
 
Sylvia Vogl und Carolina Flatscher beherrschen die Damen-Konkurrenz scheinbar nach Belieben, die Olympia-Achten von 2008 fügten ihrer Serie einen weiteren Tagessieg hinzu und führen mit vier Punkten Vorsprung auf ein deutsches Quartett. „Wir kommen mit den Verhältnissen sehr gut zu Rande und sind bei Leichtwind mit unserer Entwicklung schon recht weit“, zeigt sich Vogl, die am 16. ihren 36. Geburtstag feierte, rundum zufrieden.
 
 
Auch Matthias Schmid und Florian Reichstädter bringen einmal die Idealnote ins Trockene und verbessern sich im Zwischenklassement auf Rang zwei. „Unser neues Set up funktioniert, wir sind bei den Allerschnellsten dabei und haben die aktuellen Weltmeister (Belcher/Page) klassisch ausgebremst. Agieren wir morgen ähnlich gut, sollten wir für das abschließende Medal Race eine exzellente Ausgangsposition haben.“
 
In der Laserklasse meldete sich Andreas Geritzer mit einem zweiten und neunten Rang wieder lautstark zu Wort. Damit arbeitete sich der EM-Dritte von Tallinn, dem eine starke Verkühlung zu Schaffen macht, auf Platz sieben vor.
 
  
Australien Weltcup, Zwischenstand nach dem 4. Tag:
 
49er (9 Wettfahrten, ein Streicher)
1
Peter Burling/Blair Tuke
NZL
21
2
Nico Delle Karth/Niko Resch
AUT
23 (1,2,4,1,(9),2,4,5,)
3
Erik Storck/Trevor Moore
USA
40
8
Thomas Zajac/Thomas Czajka
AUT
61 (13,3,11,8,5,(14),1,11,8)
 
Laser (7 Wettfahrten)
1
Tom Burton
AUS
10
2
Nick Thompson
GBR
18
3
Rutger Schaardenburg
NED
25
7
Andreas Geritzer
AUT
45 (1,9,6,18,(20),2,9)
57
Matthias Sailer
AUT
144 (28,26,19,28,(DNC),20,23)
 
470er Damen (7 Wettfahrten)
1
Sylvia Vogl/Carolina Flatscher
AUT
11 (1,2,1,2,4,1,(5)
2
Kathrin Kadelbach/Friederike Belcher
GER
15
3
Annina Wagner/Marlene Steinherr
GER
16
 
470er Herren (7 Wettfahrten)
1
Stuart McNay/Graham Biehl
USA
13
2
Matthias Schmid/Florian Reichstädter
AUT
13 (3,1,3,3,2,(7),1)
3
Samuel Kivell/Will Ryan
AUS
15
4
Belcher/Page
AUS
16
 
 

Quelle und Bilder Dominic Marsano

 

 


 

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