Ecker Yachting

Spitzauer geht vor Miami fremd

Regatta | 22.01.2011 - 05:24:29

Starsegler Hans Spitzauer packt beim US-Weltcup von 24. bis 29. Jänner 2011 ein neues Kielboot aus, muss fremdgehen und holt sich für die Miami-Runde einen Italiener ins Cockpit. Hier in Amerika sucht der Starsegler Antworten auf Materialfragen.

 
Österreichs Spitzensegler kehren nach einer kurzen Trockenperiode wieder auf das Wasser zurück. Nach dem gelungenen Weltcup-Auftakt vor Melbourne steht für den Großteil der Nationalmannschaft das Sammeln weiterer Trainingsmeilen auf dem Programm, einzig Hans Spitzauer setzt im Rahmen des US-Weltcups Segel.
 
Der 45-jährige Starsegler, der noch bis Ende März auf die Dienste von Standard-Vorschoter Adi Lüzlbauer verzichten muss, macht vor Miami mit dem erfahrenen Italiener Massimo Canali gemeinsame Sache. Im Vordergrund steht die Materialabstimmung, das neue Boot soll optimiert und im Regattamodus überprüft werden. „Bisher sind wir mit unserem Olympiaboot von 2008 gesegelt, jetzt testen wir mit dem P-Star ein neues Fabrikat“, so der Evergreen, der von Trainer Alfred Pelinka und Bootsdesignerin Juliane Hempel in Übersee betreut wird. „Wir wollen uns in Hinblick der Olympiaausscheidung punkto Bootsgeschwindigkeit einen Vorteil erarbeiten, der P-Star soll aufgrund der Modifikationen an Rumpf und Kiel vor allem bei Starkwind seine Qualitäten haben, die gilt es, in den kommenden Wochen zu überprüfen.“
 
 
Die Miami-Regatta, nach Melbourne die zweite Entscheidung im ISAF-World Cup 2011, beginnt am 24. Jänner und wird im Kielboot in elf Wettfahrten entschieden. 56 Star-Teams aus 18 Nationen sind an der Linie, darunter die brasilianischen Ausnahmekönner Torben Grael und Robert Scheidt. Die beiden Steuerleute und Gegner im Kampf um das England-Ticket, sind gemeinsam neun Olympiamedaillen schwer. Spitzauer, der 2012 seine sechste Olympiateilnahme anstrebt, hält sich hinsichtlich der Miami-Runde mit Prognosen zurück. „Ich kenne und schätze Massimo, aber uns fehlt ganz einfach die Praxis. Von der Qualifikation für das Medal Race (29. Jänner) auszugehen, wäre aus heutiger Sicht vermessen. Wichtig ist, dass wir schnell segeln, wie hoch die individuelle Fehlerquote ist, bleibt abzuwarten.“ Bis der an den Bandscheiben operierte Lüzlbauer wieder in den Ausreitgurten hängt, soll die die Materialabstimmung zum Großteil abgeschlossen sein.
 
 
  
Quelle Dominic Marsano

Bilder Dominic Marsano & Alfred Pelinka

 

 


 

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