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Österreichische Segler räumen ab

Regatta | 23.06.2011 - 08:41:24

Nico Delle Karth und Niko Resch gewinnen zum zweiten Mal in Folge den Gesamtweltcup. Auch für den Rest der OeSV-Olympiamannschaft war Kiel eine Reise wert.

Mit Platz zwei im abschließenden Medal Race beenden die 49er Asse Nico Delle Karth und Niko Resch die Kieler Woche auf Rang drei. Damit gewinnt das Duo, das seit 1999 gemeinsame Sache macht und seit 357 Tagen die Weltrangliste anführt, zum zweiten Mal in Folge den vom Weltsegelverband ausgeschriebenen Gesamtweltcup. Den Grundstein für die erfolgreiche Titelverteidigung haben der Tiroler und sein Kärntner Vorschoter mit dem Auftaktsieg vor Melbourne und Platz drei beim Spanien-Weltcup (Palma) gelegt. Mit der erfolgreichen Titelverteidigung landen die OeSV-Asse im vorolympischen Jahr einen wichtigen Etappensieg, mit der Europameisterschaft (2.-14. Juli/Helsinki) und den Preolympics (1.-15. August/Weymouth) folgen zwei weiter Höhepunkte.

Nico Delle Karth (49er): „Es war keine einfache Weltcupsaison, da die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele andere Prioritäten verlangt. Wir testen immer wieder neues Material um die letzten Prozent herauszukitzeln, zudem dürfen die regenerativen Pausen nicht zu kurz kommen. Deshalb haben wir auf die Weltcups vor Miami und Medemblik verzichtet und mit einem starken Saisonfinale spekuliert. Die Rechnung ist mit dem Kieler Podestplatz voll aufgegangen, jetzt gilt es den Schwung nach Helsinki mitzunehmen, wo wir um eine EM-Medaille mitsegeln wollen.“

Niko Resch (49er): „Wir haben die Fehler von Hyeres und Weymouth beinhart analysiert und vieles besser gemacht. Jetzt müssen wir noch ein wenig an der Manöversicherheit feilen, der Rest stimmt uns sehr zuversichtlich. In einer Olympischen Disziplin zweimal hinter einander den Gesamtweltcup einzufahren hat schon eine gewisse Bedeutung. Wir werden uns mit drei freien Tagen belohnen und uns anschließend auf die Europameisterschaft einstimmen. Die Siegesfeier von heute wird nach den Preolympics nachgeholt.“

Andreas Geritzer beendet die Kieler Woche auf Rang fünf. Im abschließenden Medal Race segelt der Neusiedler nach einem mäßigen Start von Platz neun noch auf Rang drei. Der Olympia-Zweite von Athen, dessen Saisonplanung drei Weltcupstarts vorsah, landete in Kiel einen Wettfahrtsieg und fuhr sein bestes Saisonergebnis ein.

Andreas Geritzer (Laser): „Die Frühstart-Disqualifikation aus der 3. Wettfahrt hat mich gleich zu Beginn der Serie zum Umdenken gezwungen. Ohne diesen Ausrutscher wäre ich mehr Risiko eingegangen, dass ich trotz der konservativen Linie mein Ziel erreicht habe, stimmt mich extrem positiv. Das heutige Medal Race rundet meine gute Leistung zusätzlich ab, ich bin mit dem Lauf der Dinge wirklich zufrieden.“

Matthias Schmid und Florian Reichstädter machen sich im Medal Race der 470er Klasse das Leben durch eine Tonnenberührung am Start unnötig schwer, belohnen sich aber mit einer gelungenen Aufholjagd und erreichen noch Platz sieben. Damit schließen die Wiener im Dienste des YC Breitenbrunns die Kieler Woche auf Rang sieben ab.

Matthias Schmid (470er): „Die Tonnenberührung beim Start war ärgerlich, wir sind als letzte weggekommen und haben etwas gebraucht, um in den Rhythmus zu kommen. Die Woche war definitiv gut, jetzt gilt es, an diese Leistung anzuknüpfen und weiter an Sicherheit im Cockpit zu gewinnen. Wir haben gesehen, was möglich ist und entsprechend Selbstvertrauen getankt. Nach den bisher eher mäßigen Leistungen war Kiel ein Schritt in die richtige Richtung.“

Florian Raudaschl beendet das Medal Race und die Kieler Woche auf Rang zehn und fährt damit sein bestes Saisonergebnis ein.

Georg Fundak (OeSV-Sportdirektor):

„Die Formkurve zeigt nach oben, Kiel hat die intensiven Bemühungen der letzten Monate bestätigt. Die Burschen haben sich mit ihren Ergebnissen für die harte Arbeit belohnt, das freut mich und stimmt mich für den Rest der Saison sehr positiv. Die Saisonplanung war darauf abgestimmt, dass wir optimal vorbereitet zur EM und den Preolympics reisen, jetzt gilt es, die letzten Reserven zu mobilisieren. Nico Delle Karth und Niko Resch haben bewiesen, dass der Gesamtweltcupsieg aus dem Vorjahr kein Zufall war, sie haben dem heimischen Segelsport einen weiteren großen Dienst erwiesen. Genauso wie der Rest der Mannschaft haben aber auch die beiden noch Luft nach oben.“

 

Deutschland Weltcup, Endstand:

470er Herren, 51 Teams, 8.Wettfahrten + Medal Race

1. Mathew Belcher/Malcolm Page                          AUS     13

7. Matthias Schmid/Florian Reichstädter                 AUT     73 (14,(22),7,3,8,8,11,8,7)

18. David Bargehr/Lukas Mähr                                AUT     120 (21,7,11,23,23,(24),16,19)

48. Thomas Palme/ Oliver Strobl                             AUT     314 (46,45,(48),39,45,47,47,45)

50. Simon Meister/ Marc Simmer                            AUT     333 (44,44,46,BFD,43,(DNC),DNC,DNC)

 

49er, 48 Teams, 15.Wettfahrten + Medal Race

1.Tobias Schadewaldt, Hannes Baumann     GER     79

2. Peter Krüger Andersen/Thorsell Nicolai   DEN     81

3. Nico Delle Karth/Niko Resch                     AUT     91 (2,3,12,(17),1,5,11,4,1,8,13,6,8,3,10,2)

28. Thomas Zajac/Thomas Czajka                AUT     110 (11,5,DSQ,5,(DNC),16,18,12,2,14,2)

 

Finn, 47 Starter, 8.Wettfahrten + Medal Race

1. Edward Wright                   GBR     26

10. Florian Raudaschl AUT     81 (9,7,13,4,11,8,(17),9,10)

 

Laser,102 Starter, 8.Wettfahrten + Medal Race

1. Simon Grotelüschen           GER     21

5. Andreas Geritzer                AUT     57 (9,1,(BFD),7,6,5,13,10,3)

58. Matthias Sailer                AUT     127 (32,23,24,(48),23,11,7,7)

88. Lukas Hobiger                  AUT     257 (47,43,(BFD),37,36,31,30,33)

99. Reinhard Knaus                AUT     316 (48,51,41,49,37,(52),37,52)

 

Quelle: Klaus Rieder ÖSV
Bilder: Dominic Marsano

 


 

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