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Der kulinarische Reviertipp: Hodilje

Revier | 24.06.2011 - 10:22:24

Weit hinten in der Bucht, die durch die Halbinsel Pelješac von der kroatischen Adria abgetrennt ist, befindet sich ein Gebiet, das vom Massentourismus verschont ist. Hier kann das ursprüngliche Kroatien noch in seiner schönsten Form genossen werden.

Will eine Crew eines der ursprünglichen Reviere in Kroatien erreichen, muss sie die lange Bucht befahren, die von der Halbinsel Pelješac abgetrennt wird. Fast am Ende, nach dem man den Neretvanski Kanal und später den engeren Kanal Mali Ston befahren hat, befindet sich an der Nordostküste des Pelješac das kleine Fischerdorf Hodilje. Hier können Yachten an einer kleinen Steinmole längsseits festmachen und das Schiff mit Strom und Wasser vom nahen Campingplatz versorgen. Der Tiefgang an der Mole reicht für normale Charterboote, Racer mit mehr Tiefgang müssen sich vorsichtig herantasten. Auf lokalen Detailkarten wird vor einem örtlichen Phänomen gewarnt, das ein kurzfristiges Niedrigwasser und eine darauffolgende Flut verursachen kann. Das Gebiet ist bei normalen Bedingungen einfach zu befahren, bei Nacht oder schlechter Sicht aber wegen der vielen Muschelzuchten fast unmöglich zu durchqueren. Wenige Schritte vom Hafen entfernt liegt die ehemalige Getreidemühle der Region, die von dem Fischer Jadro und seiner Familie als Gasthaus betrieben wird.

Hier wird noch viel Wert auf Gastlichkeit gelegt und man fühlt sich wie in Kroatien vor vielen Jahren. Kate, die Frau des Hauses kümmert sich mit ihrer Mutter um die Zubereitung der lokalen Köstlichkeiten, Jadro und sein Sohn holen Fische und anderes Seegetier aus den Gewässern vor dem Haus. Die Gerichte, die hier auf den Tisch kommen, zeichnen sich dadurch aus, dass sie absolut frisch sind, meistens kann man sogar beobachten, wie die Zutaten aus dem Meer geholt werden. Es gibt keine Speisekarte, die Köstlichkeiten werden nach dem Angebot des Meeres gekocht. Brodetto, Nudeln mit Meeresfrüchten und Muscheln in jeder Form zählen unter vielem anderen zu den lokalen Spezialitäten. Zum Esse serviert der Wirt auf Wunsch seinen eigenen Wein. Jadros Gasthaus zeichnet sich ganz besonders durch die natürliche Gastfreundlichkeit und die exzellente Qualität aus, bezahlen muss man im Vergleich zu touristisch mehr erschlossenen Regionen erstaunlich wenig. Hodilje ist ein Reviertipp für Crews, die das Besondere suchen, und sich abseits von ausgetretenen Charterpfaden bewegen wollen.

 

Hier die Position in Google Earth

 


 

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Horst Kainz eMail Homepage

Stimmt!

Kann nur bestätigen, wie schön und ursprünglich es dort ist.
Haben bisher erfolgreich versucht, dieses Revier geheimzuhalten!
Morgens kann man Jadro sagen, wieviele und welche Muscheln man am Abend wie zubereitet haben möchte, die er da frisch aus dem Wasser holt!
Neben Austern, Miesmuscheln und anderen gibt es die einzigartigen "Kuinzie" Muscheln (oder so ähnlich), die wie eine Schatztruhe aussehen, und so ahnlich zu öffnen sind.
Manchmal gibt es Aal oder Froschschenkel, auch die Steaks sind Weltklasse!
Lieber Segler, der Du dort verweilst, hinterlasse ausser einem guten Eindruck keine weiteren Spuren!

Kommentar melden | 06.07.2011 - 10:22:49


 
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