
America´s Cup nimmt wieder Fahrt auf
Regatta | 05.08.2011 - 04:17:35
Der America´s Cup läutet mit einer sieben Stationen umfassenden Weltmeisterschaftsserie und gänzlich neuem Anstrich seine 34. Runde ein. Die AC World Series startet am kommenden Samstag vor Cascais in Portugal, wo binnen neun Tagen vier Entscheidungen gefällt werden.
Zuschauerfreundlich, spektakulär und vor allem mediengerecht - so will sich der 34. America´s Cup, dessen innovatives Katamaran-Konzept eine Abkehr vom traditionellen Match Racing Format auf schweren Kielbooten darstellt, präsentieren. Ehe feststeht wer gegen Cup-Holder Oracle Racing im September 2013 in den Ring steigt, zeigen die zweibeinigen Rennmaschinen in einer Weltmeisterschaftsserie ihre rasanten Kufen. Zum Auftakt geht nach Portugal.
Ab 6. August beginnt der America´s Cup 25 Kilometer westlich von Lissabon wieder Fahrt aufzunehmen. Innerhalb von neun Tagen werden an der portugiesischen Atlantikküste vier Entscheidungen gefällt, neben den Fleet- und Match Race Siegern, wird in einem Speed Trial die höchste Geschwindigkeit prämiert und in einer zusätzlichen Wettfahrt der Champion von Cascais gekürt. Gesegelt wird auf AC 45 Katamaranen, die knapp neun Meter längere Vollversion (AC 72) kommt ab dem Louis Vuitton Cup zum Einsatz. Für den ersten Vergleichwettkampf haben neun Syndikate gemeldet, Titelverteidiger Oracle Racing leistet sich einen Doppelpack und schickt zwei Boote ins Rennen. Nach dem Opening vor Cascais wird die Tour in Plymouth bzw. San Diego fortgesetzt, im kommenden Jahr runden fünf weitere Events die America`s Cup World Series ab.
Mit großer Spannung wird das neue Format erwartet, vor allem der neue Race Kurs ist bemerkenswert. Erstmals wird nicht gegen den Wind, sondern Raumschots gestartet, das ändert das Vorgeplänkel grundlegend. Die Boote können sich zwar in der Startbox nach wie vor blockieren, vordergründig geht es aber darum mit maximaler Geschwindigkeit über die Linie zu kommen. Durch das „elektronisch“ eingezäunte Regattagebiet werden saubere Manöver zur absoluten Notwendigkeit. Nach einem Up & Down wird die Runde mit einer klassischen Zielkreuz finalisiert.
Neben Oracle Racing, die ihre junge Garde, angeführt vom Australier James Spithill, gegen die teameigenen AC-Veteranen um den vierfachen Cup-Champion Russell Coutts antreten lässt, setzt auch die Konkurrenz auf namhafte Segelgrößen aus aller Welt. Beim schwedischen Artemis Team bilden Taktikguru Terry Hutchinson (USA), der argentinische Steuermann Santiago Lange (ARG) und Starboot-Olympiasieger Ian Percy (GBR) das Herzstück, Green Comm Racing (ESP) vertraut auf die Künste von Vasilij Zbogar (SLO) und Zach Railey (USA), die gemeinsam drei Olympiamedaillen stark sind. Die Finn-Schwergewichte Ed Wright (GBR, Weltmeister) und Ivan Gaspic (CRO, zweifacher Europameister) stehen ebenso auf der Gehaltsliste des spanischen Syndikates wie Pete Cumming. Der Engländer gewann sowohl die European als auch die Asian Extreme 40 Sailing Series.
Am 6. und 7. August werden auf einem 500 Meter langen Kurs der Speed-Bewerb und in Summe vier Fleet Rennen gesegelt, anschließend werden die Katamarane umgerüstet. Vom 10. bis 12. August werden die Finalisten für das Match Race Finale ermittelt, das am 13. August ausgesegelt wird. Der Auftakt der World Series endet mit einer finalen Flotten-Wettfahrt, in der am Sonntag der Champion von Cascais gekürt wird.
Quelle Dominic Marsano
Bilder Oracle Racing
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