
Österreichs Segler verzeichnen vor Miami einen weiteren erfolgreichen Arbeitstag und biegen zuversichtlich auf die Zielgerade. Nico Delle Karth und Niko Resch segeln vor Miami erneut in einer eigenen Liga, Matthias Schmid und Florian Reichstädter verschaffen sich Luft und haben Hunger auf mehr.
Mit einem weiteren Wettfahrtsieg, sowie den Plätzen fünf und zwei biegen die heimischen 49er Profis nach insgesamt elf Wettfahrten mit einem komfortablen Zehnpunkte-Polster auf die Zielgerade. Am Freitag werden maximal noch drei finale Wettfahrten gesegelt, am Samstag entscheidet das Medal Race der Top Ten über den Sieg und die Plätze. Die Zufriedenheit ist bei den Weltranglistenachten nach der letzten Galavorstellung neuerlich enorm groß, den möglichen Sieg vor Augen, steigt das Duo jedoch sofort auf die Euphoriebremse.

„Es war ein schwach windiger, extrem heißer und sehr langer Tag. In der ersten Wettfahrt haben wir einen besseren Platz beim Start liegen lasen, sonst muss man schon mit der Lupe nach Fehlern suchen. Wir haben die nötige Lockerheit, waren sehr

konzentriert und heute über weite Strecken auch schnell genug“, so Nico Delle Karth, der trotz mittlerweile 10 Punkten Vorsprung auf die Vize-Europameister von 2008, Federico und Arturo Alonso, nichts von einer Vorentscheidung wissen will. „Das Feld liegt am Wasser sehr knapp beieinander, in drei Wettfahrten kann noch jede Menge passieren, vom Medal Race ganz zu schweigen“, fügt Niko Resch hinzu. „Wir freuen uns über das was bisher war, morgen ist ein neuer Tag und übermorgen im Moment nicht relevant.“


Mit einem dritten und zwei vierten Plätzen verteidigten Matthias Schmid und Florian Reichstädter ihren Podestplatz, die Anstrengung nach sechs Stunden am Wasser stand beiden allerdings ebenso ins Gesicht geschrieben. „Es war punkto Winds auf unserer Bahn sehr konstant, jeder noch so kleine Fehler hat sich fatal ausgewirkt. Auf der einen Seite ist es ärgerlich, da nur wenige Meter den Ausschlag gaben und wir jeweils hauchdünn den Kürzeren gezogen haben. Auf der anderen Seite sind wir absolut zufrieden mit der Spitze in allen Lagen mithalten zu können“, so das Duo, das nach wie vor Appetit auf mehr hat. Wir haben uns gegenüber Platz vier ordentlich Luft verschafft und werden voll auf Angriff segeln.“


Sylvia Vogl und Alexandra Wollner, auf den Rängen fünf, vier und fünf, verbesserten sich auf Platz fünf und resümieren ähnlich wie in den Tagen zuvor. „Wir dürfen nicht unzufrieden sein. Es wäre zwar mehr drinnen, unsere Manöverschwäche, die aufgrund mangelnder Routine logisch ist, bringt uns aber um die Früchte einer an sich sehr soliden Arbeit.“
Freitag den 30. Jänner werden vor Miami in allen Disziplinen die finalen Wettfahrten ausgesegelt, am Samstag erfolgt für die Top Ten der einzelnen Klassen das Medal Race.
Zwischenstand nach dem vierten Tag, 49er (11 Wettfahrten)
1. Nico Delle Karth/Niko Resch AUT 27 (1/1/3/8/2/2/2(16)/5/2/1)
2. Federico Alonso/Arturo Alonso ESP 37 (2/(10)/6/5/6/3/1/4/1/3/2)
3. John Pink/Rick Peacock GBR 40 (7/2/2/9/1/1/5/5/3/(10)/5)
Zwischenstand nach dem vierten Tag, 470er Herren (9 Wettfahrten)
1. Onan Barreiros/Aaron Sarmiento ESP 11 (1/(6)/2/1/2/1/1/2/1)
3. Matthias Schmid/Florian Reichstädter AUT 27 (10)/5/3/2/4/2/4/3/4)
Zwischenstand nach dem vierten Tag, 470er Damen (9 Wettfahrten)
1. Henriette Koch/Lene Sommer DEN 13 (4)/1/2/1/1/2/3/2/1)
5. Sylvia Vogl/Alexandra Wollner AUT 43 (2/3/(DNS)/DNS/DNS/4/5/4/5)
Text & Bilder Dominic Marsano
