
Olympic Test Regatta, erstes OESV-Boot im Finale
Regatta | 11.08.2011 - 04:03:58
Österreichs Segler beweisen bei neuerlichen Überlebensbedingungen vor Weymouth Stehvermögen, mit Matthias Schmid und Florian Reichstädter qualifiziert sich das erste OeSV Boot bei dem Olympic Test Event für ein Medal Race.
Der olympische Vorgeschmack bleibt heftig. Nach dem der Wind etwas nachgelassen hatte, aber dafür in seiner Richtung und Stärke überaus launisch agierte, ging es vor Weymouth mit fünf bis sechs Beaufort wieder richtig zu Sache. Zuviel für die 49er, die nach zwei Wettfahrten und etlichen Überschlägen vorzeitig heimgeschickt wurden. Erfreulich aus heimischer Sicht: Matthias Schmid und Florian Reichstädter segeln als erstes OeSV-Boot ins Medal Race, auch Nico Delle Karth und Niko Resch schalten den Vorwärtsgang ein.
Es war ungemein spannend und entschied sich buchstäblich auf den letzten Metern. Nach einem Platz 10 in der insgesamt neunten Wettfahrt lieferte sich das heimische 470er Duo mit vier Segel-Großnationen ein beinhartes Match um die verbleibenden beiden Medal Race Plätze. Die Österreicher ließen dabei unter anderem die Weltranglisten-Sechsten Stu McNay und Graham Biehl (USA) links liegen und zogen dank Platz 17 im letzten Durchgang als neuntbestes Team in die abschließende Runde ein. Eine Medaille ist zwar außer Reichweite, ein Achtungserfolg ist aber allemal geschafft.
Matthais Schmid: „Wir sind in der letzten Wettfahrt gekentert und haben auch heute einige Punkte leichtfertig verschenkt. Trotzdem sind wir von den Punkten her relativ sicher ins Medal Race eingezogen, ein Umstand der zeigt, dass noch einiges möglich ist. Wir haben uns mittlerweile in der Weltspitze etabliert, heuer sind die Medaillen noch außer Reichweite, nächstes Jahr vielleicht nicht mehr. Wir wollen Weymouth mit einem gelungenen letzten Rennen verlassen und werden noch einmal alles in die Wagschale werfen.“
Nico Delle Karth und Niko Resch, für die die Olympiageneralprobe bisher mit gemischten Gefühlen ablief, kamen auf die Ränge 7 und 12. In der zweiten Wettfahrt kostete den in Führung segelnden Österreicher eine Kenterung den Tagessieg. Damit rangieren die Weltcup-Gesamtsieger weiterhin auf Rang neun. Vor der Medal Race Entscheidung sind noch vier Wettfahrten zu absolvieren.
Niko Resch: „Es war noch nicht am Punkt aber wesentlich besser. Schade um den möglichen Tagessieg, uns hat eine Hammerböe erwischt und regelrecht umgeblasen. Der Rest war in Ordnung, sowohl die Manöver, als auch der Speed und die Starts.“
Andreas Geritzer biss neuerlich die Zähne zusammen, und das mit Erfolg. Der Neusiedler segelte die Plätze 3 und 13 ins Trockene und verabschiedet sich als 18. aus Weymouth.
Andreas Geritzer: „Ich habe zwar noch immer Schmerzen, aber die Kraft kehrt langsam zurück. Damit stabilisiert sich alles ein wenig, aber Vergnügen war es wieder keines. Unter diesen Umständen waren beide Wettfahrten wirklich gut. Jetzt freue ich mich auf zu Hause, wo ich meinen Rücken behandeln lassen werde und neue Energie tanke.“
Lara Vadlau und Eva Maria Schimak werden gesamt 19., Florian Raudaschl liegt zwei Wettfahrten vor Schluss auf Rang 22.
Zwischenstand mit einem Streichresultat:
470er Herren, 10 Wettfahrten, 32 Teams
1. Pierre Leboucher/Vincent Garos FRA 32
9. Matthias Schmid/ Florian Reichstädter AUT 92 (6,(17),2,16,7,9,10,15,10,17)
Laser, 10 Wettfahrten (55 Starter)
1. Andrew Murdoch NZL 48
18. Andreas Geritzer AUT 142 (25,3,24,29,25,19,1,(36),3,13)
470er Damen, 10 Wettfahrten, 26 Teams
1. Hannah Mills/Saskia Clark GBR 37
19. Lara Vadlau/Eva Maria Schimak AUT 151 (5,16,12,22,(25),23,8, OCS,14)
49er, 12 Wettfahrten, 24 Teams
1. Nathan Outteridge/Ian Jensen ESP 34
9. Nico Delle Karth/Niko Resch AUT 96 (17),3,4,13,14,7,9,11,16,7,12)
Finn, 8 Wettfahrten, 27 Starter
1. Ben Ainslie GBR 15
22. Florian Raudaschl AUT 130 (11,23,16,21,19,(26),19,22)
Quelle Dominic Marsano
Bilder Marsano & Kaufmann
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