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Finnwal bei der Insel Pag

Ocean | 07.10.2011 - 06:27:22

Am zweiten Oktober 2011 wurde, südlich der Adria-Insel  Pag ein Finnwal gesichtet. Das große Tier bewegte sich nur einige Hundert Meter von der Küste entfernt, westlich der Brücke, die Pag mit dem Festland verbindet.

Seefahrer, die sich zur Zeit in dem Revier um die kroatische Adria-Insel Pag auf Törn befinden, haben die realistische Chance dem zweitgrößten Tier der Welt in seinem natürlichen Lebensraum zu begegnen. Zwischen der Brücke, die Pag mit dem Festland verbindet und der Uvala Vlašići wurde ein großer Finnwal gesichtet, der sich in Richtung Osten bewegte. Bei dem großen Säugetier handelt es sich laut Vermutungen von Meeresbiologen um einen Finnwal (Balaenoptera physalus), einer Spezies, die in letzter Zeit an der kroatischen Adriaküste öfters gesichtet wurde. Die Population im Mittelmeer wird von Experten auf mehrere Tausend Exemplare geschätzt, hier können Finnwale eine Länge von 20 Metern erreichen, auf der Südhalbkugel sogar bis maximal 27 Metern. Leider sind die friedlichen Riesen durch Kollisionen mit Schiffen sehr gefährdet, da sie aus unerklärlichen Gründen dem Schiffsverkehr nicht so wirkungsvoll ausweichen wie verwandte Spezies. In der Adria erscheinenden die großen Wale vor allem in den Sommermonaten regelmäßig und dringen auch in Kanäle und Buchten vor. Zuletzt wurden Finnwale zwischen Biševo und Vis, vor der kleinen Insel Blitvenica, im Velebit-Kanal, vor Novigrad und in der Bucht von Rijeka gesichtet. Auch in der Nähe der abgelegenen Insel Palagruža und bei Sv. Andrije vor Rovinj wurden von Blue World Mitarbeitern bei der letzten Zählung der aktuellen Delfinpopulation aus der Luft große Finnwale entdeckt. Leider kann das Verhalten der Tiere in Küstennähe fatale Folgen haben, da sie durch Orientierungsverlust stranden können. Blue World, ein Institut zur Erforschung und Erhaltung des Bestandes von Meeressäugern in der Adria hat nun die Bevölkerung und Seefahrer in der Region gebeten, ihre Beobachtungen unter info@plavi-svijet.org sowie unter der Telefon Nummern 051-604666, 091 4637424 oder 112 bekanntzugeben. Da die Wale in der Adria geschützt sind und auch aus eigenen Sicherheitsinteressen, ist es allerdings untersagt, den Tieren zu nahe zu kommen, sie zu belästigen oder zu verfolgen.

Großer Wal vor Rijeka

Tödliche Kollision

Riesige Finnwale im Mittelmeer

Quelle & Informationen www.plavi-svijet.org

 


 

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