
Service | 27.10.2011 - 09:12:37
Bei der 14. Europäischen Konferenz der International Association of Marine Investigators in Dubrovnik war das weltweite Who is who der maritimen Ermittler vertreten. Der nautische Pannendienst SeaHelp erhielt Zugriff auf die Datenbank gestohlener Yachten.
Von der deutschen Wasserschutzpolizei über leitende Beamte der kroatischen Polizei bis hin zu Scotland Yard waren bei der 14. Europäischen Konferenz der International Association of Marine Investigators in Dubrovnik fast alle Institutionen und staatlichen Organisationen anwesend. Zu den geladenen Teilnehmern gehörte auch SeaHelp, der Pannendienst der Adria, der dank seiner schnellen Ribs oft noch vor der Polizei oder der Kapitanerie am Einsatzort ist. Damit die Einsatzkräfte im Ernstfall wissen, wie sie die Havarieopfer und natürlich auch sich selbst am besten schützen können, ohne für die Ermittler wichtige Spuren zu vernichten, war die Veranstaltung in Dubrovnik für die SeaHelp Mitarbeiter sehr wertvoll. „Die hier gewonnenen Erkenntnisse werden wir sofort in unser Schulungsprogramm für die Einsatzleiter einbauen“, zeigte sich SeaHelp-Geschäftsführer Wolfgang Dauser beeindruckt.
Insbesondere das Thema Brandbekämpfung und Brandvermeidung nahm einen breiten Rahmen der Veranstaltung ein. Dazu wurde eigens eine alte GFK-Yacht angezündet, um den Teilnehmern die Geschwindigkeit vor Augen zu führen, mit der sich ein Brand an Bord ausbreitet. SeaHelp-Einsatzleiter Marko Orlic aus Punat: „Wer nicht sofort bei den ersten Anzeichen das Schiff verlässt, hat eigentlich keine Chance mehr. Es gilt in den ersten Minuten, eine möglichst große Distanz zwischen sich und die Yacht zu bringen, um im Falle eine Explosion nicht noch zusätzliche Verbrennungen zu erleiden.“
Daneben tauschten die Teilnehmer ihre Erfahrungen zum Themenbereich Yachtdiebstahl aus. So soll die SeaHelp-Einsatzzentrale künftig auch Zugriff auf die Datenbank gestohlener Yachten bekommen und verdächtige Schiffsbewegungen künftig der kroatischen Polizei melden. Entsprechende kurze Meldewege konnten noch vor Ort festgelegt werden. Dennoch war man sich einig: Sitzen die Langfinger erst einmal am Ruder der Yacht und konnten unbemerkt den Hafen verlassen, ist es in den meisten Fällen bereits zu spät. Deshalb war man sich einig, dass die, von SeaHelp empfohlenen Tracking-Systeme der wirksamste Diebstahlschutz sind, denn durch sie wird ein Alarm aktiviert, der den Eigner informiert, wenn die Yacht den vorgeschriebenen Radius rund um den Liegeplatz verlässt. Dem schlossen sich auch die Experten aller großen Yachtversicherer an: „Kennt man noch nicht einmal die genaue Tatzeit und die voraussichtliche Route, ist es schwer, die Ermittlungen zielgerichtet aufzunehmen.“ Die Exekutivorgane kennen sich längst untereinander und
„auf dem kleinen Dienstweg“ kann so einiges bewegt werden. Dass sich diese Möglichkeiten in Zukunft noch verbessern lassen, war ein Aspekt der Konferenz in Dubrovnik. Die Ermittler der Polizei und der Versicherungen haben gewaltig aufgerüstet, um den Kriminellen keine Chance zu geben, jetzt sollten auch die Yachteigner die entsprechenden vorbeugenden Maßnahmen treffen.
SeaHelp-Chef Wolfgang Dauser sieht es als Ankennung, dass sein Unternehmen ein fester Bestandteil im System anerkannt wird. „Die Einladung zur IAMI-Konferenz bestätigt unsere Arbeit im Adriaraum in Kooperation mit den Behörden und unterstreicht unsere Position als anerkannter Pannendienst zur See nachhaltig.“
Weitere Informationen www.sea-help.eu www.iamimarine.org
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