Thomas Dobernigg BLOG | 20.11.2011 - 15:15:09
Hausmesse bei Schöchl am Mattsee. Die österreichische Qualitätswerft von Weltruf hält noch bis zum 27. November 2011 ihre Tore für Besucher weit geöffnet. Schon am ersten Wochenende war es wie das Treffen einer Großfamilie.
Ausgestellt sind neben zahlreichen Gebrauchtyachten fünf aktuelle Modelle, von der spannenden, neuen 24.1 bis hin zur 42.1.
Das Gedränge auf den Tribünen hinter den ausgestellten Schiffen nahm am ersten Samstag schon ganz in der Früh gelegentlich beängstigende Ausmaße an. Familien mit Kleinkindern kletterten auf den Booten herum. Lauter fröhliche, zufriedene Gesichter. Seefrauen. Seemänner. Seekinder. Seebären, manche davon weit im Rentenalter, begrüßten Werftchef Gerhard Schöchl wie einen lieben Verwandten.
Und im weitesten Sinne sind sie das ja auch. Ihr gemeinsamer Familienname heißt schließlich „Sunbeam“. Und die „Sunbeams“ sind rund um die Welt verstreut. Vom Mittelmeer bis nach Australien.
Immer hellwach in dem Getümmel ist Gerhard Schöchl, geht auf jeden zu, kennt jeden beim Namen. Begrüßt herzlich neu Angekommene und setzt sich mit ihnen auch schon mal länger in das Cockpit einer der ausgestellten neuen Yachten, um geduldig Fragen zu beantworten. Er vereinbart Termine für Wartungen der Yachten in der Adria, gibt Tipps, erklärt alle Neuheiten.
„Kunden, die bereits eine Sunbeam segeln, sind unser allerwichtigstes Kapital. Einmal im Jahr organisieren wir an einem verlängerten Wochenende Treffen von Eignern. Im kommenden Frühjahr wieder – mit gemeinsamem Segeln und Feiern“, sagt Schöchl.
Mit Fritz Abl, dem Manager und Motor hinter der Alpe Adria Sailing Week der Crew Kärnten im Yacht Club Austria (13. bis 17. Mai 2012), bespricht er Möglichkeiten einer Partnerschaft – Abl denkt daran, im Rahmen der Regattawoche vor Izola eine eigene Sunbeam-Wertung nach ORC einzuführen. Ein interessanter Gedanke.
Übrigens: Ich gehöre auch zu dieser Großfamilie namens „Sunbeam“, segle ich doch am Wörthersee eine 38 Jahre alte, gelbe Sunbeam S22. Trotz ihres hohen Alters segelt sie eine unglaubliche Höhe und etlichen modernen Booten um die Nase. Ich möchte mich auch niemals von ihr trennen. Obwohl - die neue 24.2 wäre schon eine Überlegung wert ...
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