
Regatta | 08.12.2011 - 06:57:11
Trotz Hai-Alarm qualifizieren sich Matthias Schmid und Florian Reichstädter souverän für die Finalläufe und bleiben hinsichtlich der Nationen-Olympiaqualifikation in der Spur. Florian Raudaschl muss seine Olympiaträume hingegen bis Mai aufschieben.
Die ISAF-Weltmeisterschaft läuft weiterhin nicht störungsfrei ab. Nachdem zuletzt aufgrund heftiger Gewitter nicht gesegelt werden konnte, sorgte diesmal ein Hai-Alarm für massive Unruhe. Eventdirektor John Longley forderte mit der Helicopter Shark Patrol Luftüberwachung an und erhöhte die Alarmbereitschaft der Küstenwache. Die Aktiven wurden bei ihren Wettfahrten von einem Großaufgebot an Motorbooten begleitet, aus heimischer Sicht konnten sich Matthias Schmid und Florian Reichstädter am Besten in Szene setzen.
Dank der Plätze 6, 14 und 10 schließt das Duo die Qualifikationsrunde auf Rang 22 ab. Damit haben die 470er-Asse, die für den Yachtclub Breitenbrunn Flagge zeigen, den Einzug in die Gold Gruppe souverän gemeistert und bleiben in Sachen Olympia-Nationenqualifikation weiterhin im Rennen. entgegen des ursprünglichen Zeitplans wird nun doch gesegelt, zumindest eine Finalwettfahrt steht auf dem Programm.
Matthias Schmid: „Die Hausaufgaben sind gemacht, die erste Hürde gemeistert. Wir haben bewusst jedes Risiko vermieden, um im Bewerb zu bleiben. Das ist gelungen, ab jetzt werden wir das Tempo erhöhen und angreifen.“
David Bargehr und Lukas Mähr schließen die Qualifikation auf Rang 64 ab und segeln in der Silver Fleet um die Plätze 41-80.
Florian Raudaschl musste nach einem 22 Platz in Durchgang eins, die zweite Runde wegen einer Kollision vorzeitig abbrechen. Im vorläufig letzten Durchgang kam der Wolfgangseer nach einer Kenterung nur auf Rang 29. Damit verpasst der Finnsegler die Finalqualifikation, die erste Möglichkeit sich den Olympia-Nationenplatz zu
sichern ist somit dahin. Um die Teilnahme an den England-Spielen möglich zu machen, muss Raudaschl nun bei der Weltmeisterschaft im kommenden Mai (Falmouth/GBR) eines der sechs verbleibenden Nationentickets ergattern.
Florian Raudaschl: „Ein sehr bitterer Tag, mit zu vielen Fehlern und einem definitiv unbefriedigenden Ausgang. Ich bin sehr enttäuscht, aber der Olympische Traum lebt weiter. Im kommenden Mai wird vieles leichter, ich werde bis dahin Vollgas geben und bin von einer Qualifikation überzeugt.“
John Longley (Event Direktor): „Wir haben die Hai-Meldung von einem lokalen Fischer bekommen und nehmen sie absolut ernst. Die Sicherheit der Athleten steht im Vordergrund, deshalb haben wir die Überwachung erhöht und die Wettsegelbestimmungen abgeändert. Segler, die gekentert sind, dürfen Hilfe von außen annehmen, um möglichst schnell wieder in ihre Boote zu kommen. Normalerweise wird das mit einer Disqualifikation geahndet, aufgrund der Umstände ist die Hilfe von außen aber bis auf weiteres erlaubt.“
Zwischenstände:
470er Herren (80 Mannschaften, 5 Wettfahrten, ein Streicher)
1. Mathew Belcher/Malcolm Page AUS 4
22. Matthias Schmid/Florian Reichstädter AUT 40 (10,(18),6,14,10)
64. David Bargehr/Lukas Mähr AUT 114 (38),30,25,26,33)
Finn (74 Starter, 5 Wettfahrten, 1 Streicher)
1. Pieter-Jan Postma NED 6
44. Florian Raudaschl AUT 80 (12,17,22,(DNF),29)
Quelle Dominic Marsano
Bilder Dominic Marsano & OCEAN7
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