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ISAF Worlds, Geritzer von Jury gebremst

Regatta | 16.12.2011 - 04:54:12

Laser-Ass Andreas Geritzer bleibt trotz Pfiff der Jury im WM-Spitzenfeld und segelt weiterhin auf Medal Race Kurs, Delle Karth und Resch kommen auf Touren, Zajac und Czajka schaffen eine erfolgreiche Frustbewältigung.

Der Neusiedler fällt in der Zwischenwertung zwar um zwei Plätze zurück, bleibt aber aufgrund der knappen Punkteabstände in Schlagdistanz mit der Spitze. In der ersten Finalwettfahrt segelte der 34-Jährige nach einem mäßigen Auftakt dank enormen Kampfgeist und einer taktisch klugen Linie von Rang 18 auf Platz fünf. In Durchgang zwei hatte der Olympiazweite anfangs gute Karten, eine Verwarnung der Jury wegen Pumpens (unerlaubter Vortrieb) brachte Geritzer aber aus dem Rhythmus. Nach dem Leisten der Ersatzstrafe (720 Grad Drehung) im Mittelfeld kam der EM-Dritte des Vorjahres über Rang 29 nicht hinaus. Zwischenzeitlich auf Rang sieben, ist für Geritzer nach wie vor alles möglich. Die knappen Punkteabstände versprechen zwei hochattraktive Abschlussrunden, die letzten Finalwettfahrten werden am Samstag ausgesegelt.

Andreas Geritzer: „Die Verwarnung geht in Ordnung, der Zeitpunkt war aber extrem bitter. Ich bin unmittelbar vor dem Leegate gepfiffen worden, das Feld war noch dicht beisammen, während meiner Entlastung sind mir über 20 Boote drübergefahren. Ich muss diese Pille schlucken, im Prinzip hat sich nicht viel verändert. Die Abstände sind sehr knapp, zwischen dem Podest und Platz 20 ist alles offen.“

In der 49er Klasse holte man entgegen der ursprünglichen Ankündigung die versäumte Wettfahrt nach, das Ergebnis fließt bereits in die Gold bzw. Silver Fleet ein. Nico Delle Karth und Niko Resch, die das Nationenticket für die England-Spiele wie Geritzer bereits fix in der Tasche haben, kamen in der ersten von nunmehr sieben geplanten Finalwettfahrten auf Rang 12. Zwischenzeitlich auf Platz 22, verringern die Weltranglistenzweiten den Punkteabstand auf die Top10, aufgrund der noch ausständigen Runden ist die Teilnahme am Medal Race nach wie vor möglich.

Nico Delle Karth: „Im Finale ist die Luft naturgemäß dünner, wir haben heute voll attackiert und sind sehr aktiv, aber leider etwas glücklos gesegelt. In der Gold Fleet ist ein 12. Rang kein schlechtes Ergebnis, aber wir können und wollen mehr. Bei lediglich einer Streichmöglichkeit zählen am Ende die Konstanz und die besseren Nerven, wir haben das Medal Race noch nicht abgeschrieben.“

Thomas Zajac und Thomas Czajka, die knapp an der Finalteilnahme vorbeigesegelt waren, übernahmen mit einem Tagessieg die Führung in der Silver Fleet. (Rang 26-67)

Thomas Zajac: „Die Enttäuschung über die knapp verpasste Finalteilnahme ist sehr groß. Wir sind heute mit sehr viel Wut im Bauch um den Kurs gesegelt, der Wettfahrtsieg ist ein verdientes Trostpflaster, jetzt gilt es die Führung in der Silver Fleet zu verteidigen.“

 

Ergebnisse:

Laser (149 Starter, 8 Wettfahrten, 1 Streicher)

1. Tom Slingsby                AUS 16

7. Andreas Geritzer AUT 42 (1,14,3,14,1,4,5,(29)*

 

49er (67 Mannschaften, 9 Wettfahrten, 1 Streicher)

1. John Pink/Rick Peacock GBR 33

22. Nico Delle Karth/Niko Resch AUT 82 (8,5,8,12,10,15,12,(18),12)*

26. Thomas Zajac/Thomas Czajka AUT 96 (12,18,13,5,17,9,21,(21),1)**

*Gold Fleet (1-25)          **Silver Fleet (26-67)

 

470er Damen (48 Mannschaften, 6 Wettfahrten, 1 Streicher)

1.  Tara Pacheco/Berta Betanzos ESP 16

33. Lara Vadlau/Eva Maria Schimak AUT 139 (17,(40),19,37,32,34)*

*Platz 20 im Olympia-Nationenranking

 

Quelle Dominic Marsano

Bilder Marsano & Kaufmann

 


 

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