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Unterwasserschiff: Tipps vom Experten

Service | 24.02.2009 - 05:55:19

Es ist Ende Februar und allmählich wird es Zeit, das Schiff wieder auf die Saison vorzubereiten. Geht das überhaupt schon, bei diesen unbeständigen Temperaturen? OCEAN7 hat Thomas Zeller, den Sales Manager von International Farbenwerke, befragt, worauf zu achten ist.

Thomas Zeller gilt als der Top-Experte, was Antifouling, Konservierung und Anstrich bei Yachten betrifft. OCEAN7 hat ihm Leserfragen weitergeleitet, die er hier beantwortet.

 

Ab welchen Temperaturen können Unterwasseranstriche gemacht werden?

Sind die Außen- oder die Rumpftemperaturen entscheidend?

Thomas Zeller:

 

"Die Temperatur hat Einfluss auf den Verlauf der Farbe. Bei niedrigen Temperaturen ist Farbe dickflüssiger, d. h. sie verläuft schlechter. Der Verlauf mag bei Antifouling eine nicht allzu große Rolle spielen, bei Lackfarben erhält man bei sehr niedrigen Temperaturen aber nicht immer ein zufriedenstellendes Ergebnis, trotzdem wird nahezu jeder Bootseigner ein glattes Unterwasserschiff wollen. 

 

Bei niedrigen Temperaturen ist man schnell im Bereich des Taupunkts. Der Taupunkt ist jene Temperatur bei der die Kondensatbildung gerade einsetzt. Die Feuchtigkeit wird sich auf der Oberfläche niederschlagen und dafür sorgen, dass man im „besten Falle“ die Farbe gar nicht auf die Fläche bringt und die Verarbeitung einstellt. Im „schlechtesten Falle“ bemerkt man die Feuchtigkeit nicht und sieht das Ergebnis später: Die Farbe wird abblättern, weil keine ausreichende Haftung zum Untergrund entstanden ist. Es empfiehlt sich immer, vor allem bei niedrigen Temperaturen, den Taupunkt zu bestimmen, dafür gibt’s es Tabellen, um sicher zu sein, dass die aktuelle Temperatur der Luft und des Rumpfes deutlich über dem Taupunkt liegt.

 

 
Vor allen in Winterlagerhallen sieht man häufig, dass diese zu Beginn der Farbarbeiten beheizt werden und man Lufttemperaturen von gut über 5°C herstellt. Dies ist für den Bootseigner natürlich angenehm aber für Farbarbeiten nicht unbedingt. Die Erwärmung der Luft führt dazu, dass die Luft mehr Wasser aufnehmen kann. Der Rumpf wird aber so kurzfristig nicht wärmer und bleibt kalt. Die warme Luft trifft dann auf den kalten Rumpf, kühlt ab und das Wasser kondensiert auf der Oberfläche aus – wir alle erleben diesen Vorgang fast jeden Morgen im Badezimmer, wenn der Spiegel beschlägt. Grundsätzlich ist nichts gegen Beheizung einzuwenden, aber wenn, dann sollte man dafür sorgen, dass die Heizung über einen längeren Zeitraum läuft, sodass die zu beschichtenden Oberflächen ebenfalls erwärmt werden und es nicht zur Kondensatbildung auf der Oberfläche kommt. Gleichzeitig sollte die Beheizung solange fortgesetzt werden bis die Farbe trocken ist, denn Feuchtigkeit, die sich auf frisch verarbeitete Farbe absetzt, hat immer negative Auswirkungen: Bestandteile der Farbe können mit Feuchtigkeit reagieren, z. B. bei Epoxiden, was zur Bildung von Beiprodukten führt (klebrige Oberfläche), Härterkomponenten können mit Wasser reagieren, was zu Bläschenbildung führen kann und hochglänzende Lacke werden matt."

 

www.yachtpaint.com

 

 


 

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erpl

Danke

Ich habe dieses Problem jedes Jahr und war 2008 damit zu früh drann. Jetzt versteh ich die damals entstandenen Probleme besser. Weiter so mit den Ratschlägen!!

Kommentar melden | 24.02.2009 - 11:25:41


 
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