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Tauschgeschäfte in der Adria

Revier | 18.03.2009 - 05:58:52

Großzügig zeigt sich Albanien mit dem Angebot, dem Kosovo einen seiner Adriahäfen abzutreten. Das vom Meer abgeschnittene Land Kosovo wickelte seinen internationalen Handel in den letzten Jahren hauptsächlich über das benachbarte Serbien ab.

 
Der albanische Regierungschef Berisha und der Minister für Transport im Kosovo Limaj sind nach erfolgreichen Verhandlungen bereit dem Kosovo den Adriahafen Shëngjin zur Verfügung zu stellen. Durch eine, in der Nähe im Bau befindliche Autobahn und eine geplante Eisenbahnverbindung zwischen dem Kosovo und dem Hafen würde sich diese Auswahl als besonders geeignet erweisen. Die Absicht der beiden Staaten ist, durch diesen Schritt einen wirtschaftlichen Aufschwung für beide Länder zu erreichen. Durch ein Transportverbot der serbischen Behörden im vergangenen Jahr, der es dem Kosovo unmöglich machte wichtige
Wirtschaftsgüter über serbisches Territorium zu transportieren wurde die Kooperation zwischen Albanien und dem Kosovo umso dringender. Um den Hafen Shëngjin für die neue Nutzung brauchbarer zu machen ist auch ein Zollbüro im Hafengelände geplant, dass demnächst seinen Dienst aufnehmen soll. Ein weiterer wirtschaftlicher Aspekt in der Region sind erst kürzlich entdeckte Bodenschätze in Form von Erdöl und Erdgas, die auf etwa drei Milliarden Barrel, beziehungsweise etwa drei Milliarden Kubikmeter geschätzt werden. Der Kosovo wurde im Februar 2008 vom Parlament in Priština als von Serbien unabhängiges Territorium ausgerufen, bisher wird die Republik Kosovo erst von 56 der 192 UN-Mitgliedern als autonomer Staat anerkannt.
 
 
 

 

 


 

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