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Auf zu neuen Taten

Regatta | 16.04.2009 - 05:39:32

Die Verschnaufpause war nur von kurzer Dauer, eine Woche nach dem glorreichen Palma-Auftritt steht mit der traditionellen Segelwoche beim prestigeträchtigen Weltcup vor Hyeres bereits das nächste Highlight für die heimischen Olympia-Asse auf dem Programm. Auch hier wollen Österreichs Olympiasegler punkten.

 
Zwei Weltcupsiege, dazu ein Top drei Platz, in Summe sechs OESV-Boote in den Medal Race Entscheidungen – der bisherige Saisonverlauf der österreichischen Olympiasegler kann sich mit den Auftritten vor Miami und Palma mehr als sehen lassen. Logisch, dass die heimischen Asse ihren Erfolgslauf auch vor Hyeres, wo am kommenden Sonntag die 41. Auflage der Semaine Olympique Francaise angepfiffen wird, fortsetzen wollen. Die Konkurrenz ist aufgrund stärkerer Übersee-Beteiligung allerdings noch qualitativer besetzt.
 
 
Sylvia Vogl und Carolina Flatscher reisen dank des Palma-Sieges mit viel Selbstvertrauen und auf Umwegen an die Cote d´Azur. Während Flatscher am vergangenen Freitag von König Juan Carlos die Siegestrophäen entgegen nahm – „er war besorgt ob ich beide Pokale tragen kann“ – war Steuerfrau Sylvia Vogl am Weg nach Kroatien um am Offshore Langstrecken Klassiker Round Palagruza teilzunehmen. Flatscher, „ich habe den königlichen Empfang viel mehr genossen als vor vier Jahren, damals war ich doch sehr nervös“, reist von Innsbruck aus an, Vogl kommt direkt aus Biograd. Hinsichtlich ihrer Zielsetzung meint die Tiroler Vorschoterin, mit Partnerin Vogl derzeit Weltcup-Zweite, „dass ein weiterer Stockerlplatz absolut möglich sein sollte.“
 
 
Auch die Miami-Sieger Nico Delle Karth und Niko Resch wollen wieder auf das Podest, in Palma fehlten lediglich zwei Zähler auf Rang drei. „Die Luft an der Spitze ist dünn, zudem kehren mit Chris Draper und Simon Hiscocks (GBR) die Olympia-Dritten von Athen auf den Parcours zurück.“ An Hyeres haben die beiden 49er-Profis gute Erinnerungen, mit Platz zwei gelang 2007 endgültig der internationale Durchbruch, zwei Monate später wurde das Duo Vize-Weltmeister. Im Weltcup-Ranking zwischenzeitlich an dritter Position, schätzt man die Konkurrenz aus Italien, Spanien und vor allem England am stärksten ein. „Die Materialumstellung hat uns zuletzt viele Nerven gekostet, jetzt sollte das Set up stimmen und der Kopf entsprechend frei sein.“
 
 
Auch Matthias Schmid und Florian Reichstädter haben gute Erinnerung an die Frankreich-Regatta, 2008 gelang mit Platz acht der entscheidende Schritt in Richtung Olympiaqualifikation. Die Dritten des aktuellen Weltcup-Rankings peilen zunächst das Medal Race an, vor Palma scheiterte man hauchdünn an der Teilnahme der alles entscheidenden letzten Wettfahrt. „Die Frühstart-Disqualifikation und die vergleichsweise wenigen Wettfahrten haben die Optik ein wenig verzehrt. Auch wenn die Konkurrenz noch einen Tick stärker besetzt ist, sollten wir ohne nennenswerten Patzer wieder reif für das Finale sein.“
 
 
Florian Raudaschl, vor Palma mit Rang 14 inmitten der Finnelite, tut sich mit Prognosen hingegen schwer. Dem Wolfgangseer macht neuerlich eine Grippe zu schaffen. „Ich habe meine Verkühlung aufgrund der Palma-Regatta nicht wirklich austragen können, das rächt sich jetzt.“ An die Cote d´Azur wird der 30-Jährige in jedem Fall reisen und hofft, „dass meine Kraft für fünf Segeltage reicht.“
 
OESV-Aufgebot:
49er Nico Delle Karth/Niko Resch   Kufsteiner YC/YC Velden
470er Damen Sylvia Vogl/Carolina Flatscher   SCK Kammer/SC TWV Achensee
470er Herren Matthias Schmid/Florian Reichstädter   YC Breitenbrunn
Finn Florian Raudaschl   UYC Wolfgangsee
 
Zeitplan:
19.-21. April Qualifying Round
22.-23. April Final Round
24. April Medal Race
 
Text und Bilder Dominic Marsano
 
 

 


 

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