
Matthias Schmid und Florian Reichstädter behaupten sich auch am zweiten Tag des Holland Weltcups in der Weltspitze und bleiben auf Erfolgskurs, Florian Raudaschl sitzt wieder im Boot und bekam trotz Gehirnerschütterung Starterlaubnis.

Entgegen der Prognosen zeigte sich der Wind am zweiten Tag des Holland-Weltcups von seiner gemäßigten Seite. Bei maximal drei Beaufort wurden die 470er Herren dreimal um den Kurs geschickt, Matthias Schmid und Florian Reichstädter konnten sich dank der Plätze 12, fünf und vier abermals in der Weltspitze behaupten und rangieren zwischenzeitlich an sechster Position. Einziges Manko der nationalen Nummer eins sind die Startkreuzen, „die wir noch zu konservativ anlegen.“ Spätestens bei der ersten Bahnmarke zündeten die beiden Wiener, die für den Yachtclub Breitenbrunn Flagge zeigen, aber den Turbo. „Wir sind mit der Geschwindigkeit sehr zufrieden gewesen, unsere Olympiagarnitur von Qingdao hat offensichtlich Allroundqualitäten“, frohlockt Steuermann Schmid, der mit dem bisher Gezeigten „sehr zufrieden ist.“

Florian Raudaschl, der bei Starkwind im Zuge einer Halse den Großbaum mit voller Wucht gegen den Kopf bekam, wurde von den Ärzten zwar Starterlaubnis erteilt, so richtig kam die Maschine aber nicht auf Touren. In der ersten Wettfahrt ausgezeichneter fünfter, folgte im darauf folgenden Race mit Rang 30 ein weiterer Dämpfer. „Der Schädel brummt gewaltig, ich habe mir zum Teil sehr schwer getan“, gesteht der Wolfgangseer, der nach drei Wettfahrten an 28. Position liegt.

Die Delta Lloyd Regatta mit dem dritten und finalen Qualifikationstag fortgesetzt, im Anschluss segelt die Gold Fleet um den Einzug ins Medal Race. Die Sieger stehen am kommenden Sonntag fest.
Zwischenstand nach dem zweiten Tag:
470er Herren/68 Teams
Stand nach 5 Wettfahrten, 1 Streicher
1. Steven Le Fevre/Steven Krol NED 6
7. Matthais Schmid/Florian Reichstädter AUT 18
Finn/65 Teilnehmer
Stand nach 3 Wettfahrten
1. Giles Scott GBR 6
28. Florian Raudaschl AUT 99
Text und Bilder Dominic Marsano
