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470er Europameisterschaft: Alles ist möglich, aber nichts ist fix

Regatta | 04.06.2009 - 05:23:11

Mit der 470er Europameisterschaft gehen die Traunseer Segelfestspiele in die dritte und finale Runde. 113 Mannschaften aus 29 Nationen sorgen für ein weltweites Medieninteresse, Österreichs Asse steigen bestens vorbereitet, und guter Hoffnung in den Ring, nehmen den Mund aufgrund der zu erwartend schwierigen Verhältnisse aber nicht zu voll.

 
Österreichs Asse wollen bei der Heim-Europameisterschaft von 05. bis 14. Juni auf dem Traunsee Werbung für Österreich und in eigener Sache betreiben, gute Nerven sind Pflicht.
 
Die Hausaufgaben sind erledigt, die Vorbereitung verlief optimal. Während Sylvia Vogl und Carolina Flatscher in den letzten Wochen intensiv am EM-Parcours vor Gmunden ihre Runden drehten, schoben Matthias Schmid und Florian Reichstädter einen fünftägigen Ausflug nach Medemblik ein, der mit einem ausgezeichneten 10. Weltcup-Platz belohnt wurde. Zuvor und unmittelbar nach ihrer Rückkehr aus Holland taten es die Herren den Damen gleich und nahmen das EM-Revier exakt unter die Lupe. Der Tenor ist da wie dort derselbe, leicht wird die Aufgabe trotz Heimvorteils keinesfalls. „Gute Segler finden sich nach ein, zwei Tagen Training auf jedem Revier zurecht, zudem sind die Ecken und Kanten des Sees nicht immer und überall vorhersehbar.“ Sylvia Vogl weiß als gebürtige Oberösterreicherin wovon sie spricht. Druck verspürt die Lokalmatadorin keinen, sollte der Rummel um die Titelverteidigung zu groß werden, „ziehe ich mich an den Attersee nach Weyregg zurück.“ Die Europameisterinnen aus dem Vorjahr wollen den Heimauftritt natürlich für einen publikumsfreundlichen Auftritt nützen, „aber wem nützt eine gute Show, wenn wir hinterherfahren.“ Während die Olympia-Achten und Weltranglisten-Vierten neuerlich um die EM-Krone mitfighten, sind die Prognosen von Österreichs Herren naturgemäß zurückhaltender. „Es wird sehr schwierig, die Palette reicht von einem einstelligen Ergebnis bis jenseits der zwanzig“, schätzt Schmid, der weiß, „dass in einem tückischen Revier wie diesem gute Nerven gefragt sind.“
 
Die erste Wettfahrt wird am 09. Juni gesegelt, nach drei Qualifikations- und ebenso vielen Finaltagen, segeln die besten 10 Damen und Herrenteams im Medal Race um Gold, Silber und Bronze. 113 Mannschaften aus 29 Nationen haben ihre Meldung bekannt gegeben, einmal mehr blickt die Segelwelt in Richtung Salzkammergut. Die Region ist dank der Segelfestspiele, die mit der Allianz Traunsee Woche begonnen hat, dem RC 44 Weltcup fortgesetzt wurde und mit der 470er Europameisterschaft am 14. Juni finalisiert wird, weltweit in 155 Ländern und 550 Millionen Haushalten im Bild. Die Touristiker reiben sich dank knapp 8000 Nächtigungen zu Recht die Hände, bleibt zu hoffen, dass Österreichs Assen das notwendige Rennglück hold bleibt.
 
 
 
470er Europameisterschaft/Traunsee – Zeitplan:
 
05.-07. Juni: Vermessung, Eröffnung, Practice Race
08. Juni: 1. Wettfahrt (Qualifikation)
09. Juni: weitere Wettfahrten (Qualifikation)
10. Juni: weitere Wettfahrten Qualifikation
11. Juni: Finale (Gold und Silver Fleet)
12. Juni: Finale (Gold und Silver Fleet)
13. Juni: Finale (Gold und Silver Fleet)
14. Juni: Medal Race
 
Text und Bilder Dominic Marsano

 


 

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