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470er Europameisterschaft Gmunden: Licht und Schatten

Regatta | 09.06.2009 - 11:31:13

Die 470er Europameisterschaft vor Gmunden ist drei Wettfahrten alt. Österreichs 470er Asse feiern zum Auftakt der Heim-Europameisterschaft Podestplätze, müssen aber auch Federn lassen.

 
Mit einer Stunde Verspätung wurde das 121 Boote starke Feld vor Gmunden erstmals von der Leine gelassen und der Tag begann aus heimischer Sicht mit einem wahren Paukenschlag. Matthias Schmid und Florian Reichstädter erwischten bei thermischen Winden bis zu drei Beaufort einen perfekten Start, hielten sich über die gesamte Wettfahrt im Spitzenfeld und kreuzten die Linie als drittes Boot. Weniger gut verlief der Auftakt für Österreichs Damen, die den Start nicht optimal erwischten und auch punkto Seitenwahl kein glückliches Händchen hatten. „Wir haben vieles probiert, ständig attackiert, aber es hat leider nur wenig geklappt“, so Sylvia Vogl und Carolina Flatscher, die den ersten Durchgang auf Rang 17 beendeten.
 
In Runde zwei fanden die Titelverteidigerinnen die richtige Antwort, segelten von Beginn weg in der Spitzegruppe, und beendeten die Wettfahrt auf Rang zwei. Während die Olympia-Achten der China-Spiele ihr erstes Erfolgserlebnis ins Trockene brachten, wurden Matthias Schmid und Florian Reichstädter in ihrer zweiten Wettfahrt trotz eines neuerlich sehr guten Starts auf Platz 31 durchgereicht. „Wir sind anfangs sehr gut im Rhythmus gewesen, haben uns aber für die falsche Seite entschieden und sind in einem Flautenloch liegen geblieben.“ In Durchgang drei erwischten beide Boote keinen guten Start, die Damen konnten den Schaden mit Rang 16 einigermaßen in Grenzen halten, die Herren fanden sich auf Platz 26 wieder. „Die Startkreuz war entscheidend, einmal hinten war das Rennen praktisch gelaufen“, so Schmid, der eingestand, „teilweise wenig Plan gehabt zu haben. Die Wolkenfelder haben die Thermik massiv beeinflusst, es hat entsprechend gewürfelt und uns zweimal kalt erwischt.“ Der Auftakt sei nicht wunschgemäß verlaufen, „aber nach drei Wettfahrten den Kopf in den Sand zu stecken wäre dumm.“
 
 
Ähnlich urteilt Sylvia Vogl, die am nächsten Tag mit denselben Verhältnissen rechnet und kühlen Kopf bewahren möchte. Insgesamt an achter Position, rangieren die Titelverteidigerinnen auf der bereinigten europäischen Liste auf Platz sechs. „Die Medaillen werden am kommenden Sonntag vergeben, wir haben das Segeln nicht verlernt und schauen weiterhin von Wettfahrt zu Wettfahrt.“
 
Bei den Herren liegen die Weltranglisten-Sechsten Fantela/Marenic in Führung, die Olympia-Fünften von 2008, Conti/Micol führen nach drei Wettfahrten das 39 Boote starke Damenfeld an.
 
Zwischenstand nach dem 1. Tag/3 Wettfahrten:
 
470er Damen
1. Giulia Conti/Giovanna Micol ITA 8 (1/6/1)
6. Sylvia Vogl/Carolina Flatscher  AUT 36 (17/3/16)
33. Vali Richter/Paula Flicker AUT 108 (36/34/38)
 
470er Herren
1. Sime Fantela/Igor Marenic CRO 10 (2/1/7)
35. Matthias Schmid/Florian Reichstädter AUT 60 (3/31/26)
57. Stefan Glanz/Thomas Czajka  AUT 91 (28/34/29)
60. Florian Felzmann/Martin Lux AUT 100 (30/37/33)
67. Jacub Holzinger/Emanuel Köchert AUT 113 (37/38/38)
 
Text und Bilder Dominic Marsano
 
 


 

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