
Verlorengegangene oder absichtlich gekappte Fischernetze stellen eine tödliche Falle für alle Arten von Seetieren dar. Die treibenden, sogenannten Geisternetze gefährden jedoch nicht nur das Ökosystem Meer, sonder werden auch für die Schifffahrt ein immer größeres Problem.
Laut einem, jüngst veröffentlichten Bericht der Uno-Landwirtschaftsbehörde FAO macht der Anteil der in den Weltmeeren treibenden Fischernetze mit etwa 640.000 Tonnen Gesamtgewicht bereits zehn Prozent des globalen Abfalls in den Ozeanen dar. Die Geisternetze bestehen meistens aus fast unbegrenzt haltbaren Kunststoffen, sind im Wasser für die meisten im Meer lebenden Organismen fast unsichtbar und fangen auch dann noch unzählige Tiere, die auf qualvolle Weise in den widerstandsfähigen Maschen verenden. Zu den Opfern der gefährlichen Hinterlassenschaften der Fischereiindustrie zählen sowohl Fische und Meeressäugetiere, aber auch Seeschildkröten und Vögel.

Zusammengenommen beträgt die Länge der treibenden Geisternetze mittlerweile mehrere tausend Kilometer und stellen auch für den Schiffsverkehr eine immer größere Gefahr dar. Im Rahmen der Weltozeankonferenz in Indonesien wurde vorgeschlagen, sich dieses immer akuter werdenden Problems anzunehmen. Der UNO Bericht schlägt vor, auf die Fischereiindustrie einzuwirken und auch durch finanzielle Unterstützung zu erreichen, dass die Fischer beschädigte Netze an Land bringen anstatt sie auf hoher See zu „entsorgen“. Auch sinnvoll und Hilfreich wäre, wenn verlorene Netze, die von vorbeifahrenden Schiffen gesichtet werden, den zuständigen Behörden gemeldet würden, um sie von der entsprechend ausgerüsteten Booten bergen zu lassen.
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