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Kroatien: Wieder neue Abzocke!

Revier | 25.06.2009 - 10:34:36

Während private Wirte und Familienbetriebe in Kroatien sich immer mehr bemühen, das Verhältnis Preis – Leistung in einem guten Rahmen zu halten, sind Behörden und Institutionen immer wieder sehr einfallsreich, wenn es darum geht, Urlaubern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Das neueste Beispiel kommt aus der Marina Dalmatija.

 
Auf ihrer Homepage meldet die Marina, dass keinerlei Arbeiten an Eignerschiffen mehr von Privatpersonen durchgeführt werden dürfen. Sie müssen entweder einer in Kroatien gemeldeten und konzessionierten Firma übertragen werden – oder ausländische Firmen müssen sich derartige Genehmigungen zwingend „erkaufen“.
 
In einem sehr holprigem Deutsch (hier korrigiert) werden Schiffseigner auf Folgendes aufmerksam gemacht: Beachten Sie, dass Arbeiten im Bereich der Marina Dalmacija nur jene Firmen durchführen dürfen, die als solche im Staat Kroatien registriert sind und darüberhinaus noch mit der Marina einen Vertrag abgeschlossen haben. Arbeiten können auch Firmen durchführen, die mit der Marina keinen Vertrag abgeschlossen haben, jedoch müssen die – entsprechend einer jeweils aktuellen Preisliste – eine entsprechende Zahlung leisten und darüberhinaus eine Genehmigung der Polizei einholen, falls es sich um eine nicht kroatische Firma handelt.
 
 
Wörtlich heißt es dann: „Nach dem Gesetz gehören dazu auch Ausländer, die irgendwelche Garantiearbeiten durchführen. Neben der genannten Bestätigung benötigt man auch die Vollmacht vom Bootsbesitzer und man muss auch die oben genannte Zahlung an der Rezeption machen.“
Im Klartext heißt das wohl: Nix ist mehr, mit Familie und Freunden über ein verlängertes Wochenende am Anfang der Saison zum Schiff fahren und die anfallenden Reparaturen und normalen Routinearbeiten durchführen – wie Holzteile streichen, das GFK aufpolieren, den Unterwasseranstrich selbst aufbringen oder den Motor zu warten.
 
 
Wer schon erlebt hat, wie einfallsreich kroatische Behörden immer wieder einmal mit „Gesetzesbrechern“ verfahren, der weiß, was da auf Eigner zukommen kann.
 
Der ganze Irrsinn ist nachzulesen unter:
www.marinadalmacija.hr/de/novosti1de.htm

 


 

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Name Text
silversurfer

Boykott

Auch wenn die Küste noch so schön ist und die Menschen auf den Inseln so freundlich - wir Segler sollten einfach ein oder zwei Saisonen wegbleiben. Dann werden die Behörden schon sehen, dass es so nicht geht.

Kommentar melden | 25.06.2009 - 10:41:41

welle

UNGLAUBLICH..

Und eine Frechheit sondergleichen!
_________________
Segelscheine werden überbewertet

Kommentar melden | 25.06.2009 - 21:50:54

LowTech

Totale Einschränkung

Heißt das, wenn ich da unten ein Schiff habe darf ich keine Arbeiten mehr selbst am Schiff durchführen? Ist es jetzt strafbar selbst oder mit der Crew den Keilriemen zu wechseln, Segel zu nähen oder neue Leinen in den Mast zu ziehen? Wie soll denn das funktionieren? Wo ist denn da die Grenze? Oder ist privates schrauben am Schiff oder dem eines Freundes ausgenommen? Wo bleibt denn da sonst die gute, freundschaftliche Seemannschaft, bei der die Schiffseigner sich gegenseitig helfen, wenn sich der Bootsnachbar in einem Fachgebiet besser auskennt als man selbst? Entweder die Behörden versuchen mit der Taktik der kleinen Schritte, wie weit man gehen kann, oder sie wollen die Bootstouristen vertreiben. Das Gefühl der Freiheit, das man immer mit der Seefahrt verbunden hat, wird durch eine solche Bevormundung und Einschränkung definitiv ge(zer)stört.

Wo es zu weit geht, endet die Freiheit.

Kommentar melden | 26.06.2009 - 11:35:40

Kapitän Metaxa

SAUEREI!!!!!!!!!!!!!!!!!
Kpt. Metaxa

Kommentar melden | 26.06.2009 - 15:39:28


 
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