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Finn Gold Cup: Tradition verpflichtet

03.-11. Juli, Vallensbaek (DEN) | Regatta | 02.07.2009 - 15:49:25

Florian Raudaschl ist bei der am kommenden Montag beginnenden Weltmeisterschaft vor Vallensbaek (DEN) Österreichs große Hoffnung. Der österreichische Finnsegler bekommt es bei der Weltmeisterschaft mit gut 100 Gegnern aus 30 Nationen zu tun. Ein Platz unter den Top 15 ist realistisch, ein wenig mehr durchaus möglich.

 
Was haben Paul Elvström, die America´s Cup Champions Russell Coutts und Jochen Schümann, oder Englands Segelsuperstar Ben Ainslie gemeinsam? Alle sind sie Olympiasieger und alle holten zumindest eine ihrer Goldenen im Finn Dinghy. Auch Österreichs Asse haben in der, seit 1952 auf den olympischen Gewässern vertretenen Einhandklasse, durchaus Akzente gesetzt. Wolfgang Mayrhofer wurde 1980 ebenso Olympia-Zweiter wie Hubert Raudaschl 1968, vier Jahre zuvor war der Wolfgangseer zudem Weltmeister. Ein Kunststück, das Hans Spitzauer zuletzt 1995 zu Stande brachte.
 
 
Österreichs heutige Nummer eins in der Finn Klasse heißt Florian Raudaschl, dem 31-Jährigen sind die Fußstapfen der oben genannten allerdings noch eine Nummer zu groß. „Diesbezügliche Vergleiche sind lachhaft“, sagt der vierfache nationale Meister, der bei der Weltmeisterschaft vor Vallensbaek „unter die Top 15 segeln möchte, das ist absolut realistisch.“ Auch das Medal Race sei keine Utopie, „dafür muss aber alles perfekt gelingen.“ Mit Ausnahme des Titelverteidigers von 2008, Ben Ainslie, sind alle aktuellen Würdenträger vor Ort. Als Favoriten gelten die Gold Cup Gewinner von 2006 und 2007, Jonas Hogh-Christensen (DEN) und Rafa Trujillo (ESP), sowie der Olympia-Zweite von Peking, Zach Railey (USA). Unter der Patronanz des segelbegeisterten Kronprinzen Frederik von Dänemark werden am 06. Juli 100 Segler aus 30 Nationen erstmals von der Leine gelassen. Zehn Wettfahrten sind ausgeschrieben, am 11. Juli folgt mit dem Medal Race der besten zehn der finale Abschluss.
 
 
Raudaschl, der erstmals von Peter Krimbacher betreut wird, sieht in dem Monsterfeld persönliche Vorteile. „Die Feldtaktik wird extrem wichtig sein, das sollte mir liegen.“ Zu Krimbacher, der Christoph Sieber 2000 den Weg zu Surf-Gold ebnete, hat der Segelmacher einen guten Draht. „Wir verstehen uns sehr gut, ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“ Nach seinem 13. Rang vor Kiel schob der Wolfgangseer zu Hause ein paar Konditionseinheiten ein, ab Freitag beginnt in Vallensbaek die Vermessung der Boote.
 
Apropos Vallensbaek: im westlichen Vorortbereich von Kopenhagen gelegen, feierten Österreichs Tornado-Asse 1999 ebendort einen Doppelsieg. Roman Hagara und Hans Peter Steinacher wurden Weltmeister, Andreas Hagara und Wolfgang Moser holten Silber.
 
Finn Gold Cup 2009/Programm:
 
03.-05. Juli Vermessung + Practice Race
06.-10. Juli Wettfahrten (geplant sind zwei pro Tag)
11. Juli Medal Race
 
Text und Bilder Dominic Marsano

 


 

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