
Florian Raudaschl beendet den Gold Cup auf Rang 18, weiß woran er arbeiten muss und will künftig sein Temperament zügeln, sieht aber auch viel Positives. Nach dem Schlagabtausch der Schwergewichte küren nun die 49er Segler ihre Weltmeister, die Titelkämpfe beginnen am kommenden Montag vor Riva, Österreichs Asse, Nico Delle Karth und Niko Resch zählen zum Favoritenkreis.

In der letzten Wettfahrt, parallel zum Medal Race der Top ten ausgesegelt, erreichte der Österreicher mit einem sechsten Platz ein neuerliches Erfolgserlebnis, in Summe überwiegt das Positive, doch der 31-Jährige weiß auch, wo er ein besseres Resultat liegen gelassen hat. „Am Beginn der Serie wollte ich zu viel, habe mit der Brechstange agiert und zu viele taktische Fehler gemacht. Ich muss an meiner Konstanz arbeiten und in kniffligen Situationen einfach ruhiger werden“, so der Segelmacher, der seine Bootsgeschwindigkeit und das Handling dafür als „absolut positiv“ bewertet. Die Leistung bei Starkwind spricht für das mit 93 Kilogramm leichte Schwergewicht, der bei rauer See sein beste Einzelresultat (Rang 6) ersegelte.
Lokalmatador Jonas Høgh-Christensen gewinnt trotz kapitalem Fehlstart noch Gold, für den Dänen ist es nach 2006 der zweite WM-Titel. Zach Railey holt sich wie bei den Olympischen Spielen 2008 Silber, der Kroate Ivan Gaspic fährt mit Bronze nach Hause.
Raudaschl legt nun eine kurze Verschnaufpause ein und wird ab 20. Juli mit der italienischen Nationalmannschaft auf dem Gardasee trainieren.
FINN GOLD CUP. Endstand nach 11 Wettfahrten (1 Streicher):
1. Jonas Høgh-Christensen DEN 65
2. Zach Railey USA 66
3. Ivan Gaspic CRO 73
18. Florian Raudaschl AUT 159
49er Weltmeisterschaft, Riva, 13. bis 19. Juli
Am kommenden Montag, den 13. Juli beginnt vor Riva die Weltmeisterschaft der 49er Klasse, Österreichs Skiff Profis Nico Delle Karth und Niko Resch zählen zum Favoritenkreis. 2007 bereits Vize-Weltmeister, hat das Duo unter der Regie von Star-Trainer Paul Brotherton akribisch auf den Saison-Höhepunkt hingearbeitet, einziges Manko der Weltranglistendritten könnte die fehlende Regattapraxis sein. Aufgrund seines Bandscheibenvorfalles war Vorschoter Resch sechs Wochen in Behandlung, gibt aber rechtzeitig vor dem WM-Start Entwarnung. „Die Schmerzen sind weg, wir haben in unserer Vorbereitung nichts dem Zufall überlassen und hoffen auf eine entsprechend erfolgreiche Woche.“ Die Australier Nathan Outteridge und Ian Jensen reisen als Titelverteidiger an, die Weltmeisterschaft dauert bis einschließlich 19. Juli.
Text und Bilder Dominic Marsano
