
Ocean | 24.07.2009 - 08:23:51

Ein wahrer Baby Boom findet dieses Jahr im Wiener Haus des Meeres statt. Ein eindeutiger Qualitätsbeweis für die Arbeit der Mittarbeiter, die für die artgerechte Haltung und Pflege der tausenden Lebensformen im ehemaligen Flakturm aus dem zweiten Weltkrieg, verantwortlich sind.

Ein absolutes Highlight für die Besucher des Haus des Meeres im sechsten Wiener Gemeindebezirk sind die Haifischeier des Bambushais, die mittlerweile eine Größe von acht Zentimetern erreicht haben. Bambushaie gehören zur Familie der Ammenhaie und sind mit einer maximalen Länge von einem Meter eher kleine Haie, die sich hauptsächlich in Bodennähe aufhalten und sich von kleinen Fischen und Wirbellosen Tieren ernähren. Die Lederartigen Eikapseln werden von den erwachsenen Tieren mittels natürlicher Anhängsel in Bodennähe befestigt. In einigen Monaten sprengt der herangewachsene Babyhai seine Schale und ein unabhängiger Junghai muss ab diesem Zeitpunkt auf sich selbst gestellter sein Raubfischleben bestreiten. Fortpflanzungsfreudig zeigten sich in letzter Zeit auch Frösche, Rochen, Seepferdchen und Schildkröten. Im zarten Alter verkraften jedoch noch nicht alle den großen Ansturm der interessierten Besucher. So sind die etwa 300, winzigen Seepferdchen Babys momentan noch in alleiniger Obhut des Pflegepersonals. Direktor Michael Mitic ist besonders stolz darauf, dass es sich bei einem großen Teil der Nachzuchterfolge um gefährdete Tierarten handelt und so die Rolle des Haus des Meeres als Arche Noah für bedrohte Organismen unterstrichen wird.
| Empfehlen | 2.991 Klicks | Gernot Weiler |
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