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SeaHelp: Ein Dutzend Einsätze täglich

Service | 28.07.2009 - 11:26:23

SeaHelp-Einsatzkräfte leisten Schwerstarbeit für ihre Mitglieder. Reisezeit ist Arbeitszeit. Nicht nur die gelben Engel des ADAC haben auf den Autobahnen und Fernstraßen derzeit alle Hände voll zu tun, auch die gelben Engel der Adria, die Einsatzboote von SeaHelp, sind im Dauereinsatz.

 

Als Kooperationspartner von ADAC, ÖAMTC und ÖSV fungiert SeaHelp quasi als verlängerter Arm der Hilfsdienste auf dem Wasser. Marko Orlic, Leiter der SeaHelp-Einsatzzentrale in Punat: „Um allen Skippern schnellstmöglich Hilfe zu leisten, haben alle SeaHelp-Stützpunkte die Anweisung erhalten, längere Schlepparbeiten auf die Nachtstunden zu verlegen.“
 
 
Das ist auch nötig, denn tagsüber sind die Boote mit der Pannenhilfe für Mitglieder beschäftigt, auch die SAR-Zentrale in Rijeka greift immer wieder auf SeaHelp zurück, wenn es gilt, Boote und Yachten vor dem Sinken zu retten und eigene Schiffe nicht verfügbar sind oder nicht schnell genug den Einsatzort erreichen können.
 
Pausenlos beschäftigt waren die SeaHelp-Einsatzkräfte am 18. Juli, als sich eine schwere Gewitterfront im Bereich der Insel Dugi Otok entlud. Viele Skipper, die nicht schnell genug den rettenden Hafen erreichen konnten, wurden mit plötzlich auftretenden Starkwinden und Wellengang nicht fertig. Besonders hart erwischte es die Crew einer slowenischen Yacht. Ein Blitzeinschlag, bei dem glücklicherweise kein Personenschaden entstand, verursachte schwere Schäden. Ohne die schnelle Hilfe von SeaHelp wäre die Yacht wohl endgültig verloren gewesen. Nicht ganz soviel Glück hatte ein anderer Skipper: Er wollte sein havariertes Boot auf eigene Faust bergen lassen. Das ging gründlich daneben. War das Boot vorher noch ein Reparaturfall, konnte er nach dem erfolglosen Bergungsversuch einen Totalschaden beklagen.
 
Genau acht Tage später, am 26. Juli mussten die SeaHelp-Einsatzkräfte an der Südspitze Istriens ausrücken. Nach einer längeren Schönwetterperiode schienen einige Skipper dem Seewetterbericht keinen Glauben schenken zu wollen, was sich umgehend rächte. Neben einigen Hilfeleistungen erwischte es eine Yacht besonders schwer: Sie wurde gegen die Felsen gedrückt und musste durch SeaHelp geborgen werden.
 
 
SeaHelp-Geschäftsführer Walter Ebli: „Viele Havarien könnten vermieden werden, wenn die Skipper weniger Leichtsinn und mehr seemännische Sorgfalt an den Tag legen würden. Aber offensichtlich verdrängt die unbeschwerte Urlaubslaune alle Vorsichtsmaßnahmen.“ Alle Jahre wieder – möchte man fast sagen.
 
Doch darauf sind die gelben Engel zur See bestens eingestellt. Skipper, denen die schönsten Wochen des Jahres noch bevorstehen, können übrigens auch noch kurzfristig eine SeaHelp-Mitgliedschaft erwerben, um auf Nummer sicher zu gehen. Bei durchschnittlich einem Dutzend Einsätzen pro Tag allein an der kroatischen Küste, die die Einsatzkräfte derzeit zu bewältigen haben, sicherlich kein schlechter Gedanke.
 
In der aktuellen Ausgabe von OCEAN7 lesen Sie, wie Einsatzkräfte von SeaHelp den österreichischen Extremsportler Christian Schiester in einer dramatischen Aktion aus der Seenot retten mussten.
 

 


 

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