Sinnlose Verschwendung

Ocean | 30.07.2009 - 11:03:47

Laut einem Bericht des World Wide Fund For Nature (WWF) werden auf den Weltmeeren 40 Prozent der Tiere, die der internationalen Fischereiindustrie ins Netz gehen, sinnlos getötet und als unerwünschter Beifang wieder zurück ins Wasser geworfen.

 

 
Schätzungsweise werden jährlich fast 100 Millionen Tonnen Fisch gefangen, fast  40 Millionen Tonnen werden als Beifang bezeichnet. Die kommerziell uninteressanten Spezies werden meist vor Ort zurück ins Meer geworfen. Zum Vergleich, ein US-Flugzeugträger wiegt etwa 100 Tausend Tonnen, also wird die Fisch-Masse von, grob gerechnet 400 Flugzeugträgern jährlich sinnlos getötet und weggeworfen.
 
 
Viele der Lebewesen, die diese unvorstellbare Menge ausmachen, gehören zu bedrohten Tierarten, die dadurch noch näher an den Rand der restlosen Vernichtung gedrängt werden. Ein weiteres Problem besteht darin, dass sich in den Netzen auch eine große Menge Jungfische fängt, die allein wegen ihrer Größe nicht verwertbar sind und deswegen tot ins Meer zurück wandern. Gerade diese getöteten Jungfische fehlen jedoch im Reproduktionskreislauf der folgenden Generationen. Die Werkzeuge der internationalen Fischereiindustrie sind zwar sehr effizient, jedoch nicht wählerisch, mit bis zu 100 Kilometer langen Netzen und Langleinen wird der empfindlichen Meeresfauna nachgestellt, ein ungleicher Kampf, der, sollte er auf diese Weise weiter geführt  werden unweigerlich mit der Vernichtung der Meeresressourcen und dem vollständigen Zusammenbruch der Fischereiindustrie endet. Lösungsvorschläge für diese globale Problematik gibt es einige, leider werden die Maßnahmen zur zielgerichteten Fischerei nur selten angewendet und bleiben gesamt gesehen daher wirkungslos. Beispielsweise könnten, wenn verhindert werden soll, dass irrtümlich Haie ins Netz gehen, die Fischereigeräte mit Magneten bestücken. Diese Haimagneten schrecken die hochsensiblen Raubfische ab und verhindern, dass sie in großen Mengen unbeabsichtigt gefangen werden.
 
 
Um zu vermeiden, dass Meeresschildkröten, die kommerziell uninteressant sind sich an den kilometerlangen mit Haken bestückten Langleinen fangen, werden spezielle Rundhaken empfohlen, die zwar die Meeresschildkröten verschonen, die Fische auf die gezielt Jagd gemacht wird aber trotzdem fangen. In Südafrika wurde sogar eine Methode erprobt, die vermeidet, dass sich Albatrosse und andere Seevögel in den Netzen verfangen und dabei jämmerlich ertrinken, die einfache Lösung besteht darin, dass das Netz mit bunten Bändern markiert wird und die Seevögel es nicht mehr übersehen können.
 
 
Der World Wide Fund For Nature (WWF) setzt sich seit Jahren dafür ein, die Weltmeere und ihren Artenreichtum auch für die zukünftigen Generationen zu bewahren.
 

www.wwf.at

 

 


 

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