
Besser, größer, schlagkräftiger denn je! Das wird die Bootswerft Schmalzl nach dem Großbrand bereits ab dem Oktober 2009 sein. Und noch umweltfreundlicher, als es der Vorzeigebetrieb aus Velden am Wörthersee ohnedies schon war.

Resignieren, klein beigeben, sich irgendwelchen Schicksalsschlägen beugen, das ist seine Sache nicht. Er ist ein Kämpfer, ein Erneuerer, einer der jede Herausforderung liebt. Nach dem verheerenden Großbrand in der heißesten Phase vor Saisonbeginn hat es keine Sekunde Leerlauf gegeben. Alles läuft und funktioniert für die Kunden, als wäre nie etwas passiert. Wolfgang Schmalzl, der führende Pionier auf dem Sektor der sauberen und zukunftsweisenden E-Antriebe für Powerboote, plant eine nagelneue Werft in Lind ob Velden. Im Industriegebiet, dort wo solche Werke hingehören.
Werftchef Wolfgang Schmalzl mit den nagelneuen Plänen für den Wiederaufbau.
„In den Neubau, dessen Pläne in der kommenden Woche zur Genehmigung eingereicht werden, kommt das Herzstück jeder Werft – eine hochmoderne Lackiererei, die alle Stückeln spielt“, sagt Schmalzl. Mit Tischlerei, Arbeitsplätzen für zehn Mitarbeiter und Winterlager für 180 Boote.
Wolfgang Schmalzl mit seinem Sohn Paul, der neben dem Studium auch in der Werft Impulse setzt.
Dort soll dann auch die JULIKA im Finish gefertigt werden – der Exportschlager unter den kraftvollen Elektrobooten aus dem Hause Schmalzl.
Besonders verdient gemacht um die Verlegung der Werft vom Seeufer in das Industriegebiet hat sich Schmalzl-Sohn Paul, der in Graz erfolgreich BWL studiert und anschließend in Southampton Bootsbau und Bootsdesign studieren möchte. Es war aber keine Familienentscheidung. Schmalzl: „An diesem Konzept haben alle Mitarbeiter mitgewirkt“.

In Velden, direkt am Ufer des Wörthersees, dort wo die abgebrannte Werfthalle war, plant Wolfgang Schmalzl wieder einmal etwas noch nie Dagewesenes – was sollte man von ihm auch anderes erwarten. „Ich liebe die Herausforderung, sonst ist das Leben viel zu langweilig“, sagt er. Er wird eine Garage für rund 18 Motorboote errichten, in der die Boote computergesteuert und somit ohne Personal aus dem Wasser gehoben und verstaut werden: „Sie werden beheizt gelagert und sind somit auch wintertauglich. Wenn ein Mieter also mit seiner Familie einen Silvesterausflug mit dem Boot machen möchte, steht dem nichts im Wege. Dort automatisch eingeparkte Boote sind vor UV-Strahlung, Algen, Wellen und Wetter geschützt. Sie müssen nicht erst gesondert mit einer Plane abgedeckt werden.“
