
Matthias Schmid und Florian Reichstädter, Österreichs 470er Asse haben weiter Rückenwind und ziehen als zweitbestes Team in das WM-Finale der 470er Weltmeisterschaft vor Rungsted. Finnsegler Florian Raudaschl bleibt bei der Europameisterschaft am Schwarzen Meer leider in der Flaute liegen.

Österreichs 470er Asse knüpfen in der letzten Wettfahrt der Qualifikation dort an, wo sie in den Tagen zuvor aufgehört hatten. Mit einem starken zweiten Rang gelang neuerlich der Beweis der derzeitigen Überform. „Es war zu Beginn ein wenig undurchsichtig, wir haben punkto Taktik nichts unnötig riskiert und kamen als zehnte zur ersten Bahnmarke“, so Schmid, der gemeinsam mit Florian Reichstädter die derzeit ausgezeichnete Bootsgeschwindigkeit zu einer sehenswerten Aufholjagd nutzte. Mit einem Tagessieg, zwei zweiten und zwei dritten Plätzen ziehen die beiden Wiener als zweitbestes Team in das Finale der Top 32 ein, an der Zielsetzung ändert sich trotz der bis dato souveränen Leistung nichts. „Ab jetzt gibt es keine Jausengegner mehr, knapp zwei Dutzend Mannschaften können Top ten segeln, zehn Teams kommen für eine Medaille in Frage. Unser Ziel bleibt das Medal Race, das in Anbetracht der knappen Punkte kein Spaziergang wird.“ Den Boden unter den Füssen verliere man auf keinen Fall. „Es läuft zwar im Moment ausgezeichnet, aber das kann sich bei der Dichte schnell wieder ändern.“ In insgesamt sechs finalen Durchgängen werden die Sieger der 470er WM ermittelt, die Medaillen werden am 29. August vergeben.

Florian Raudaschl musste am zweiten EM-Tag Federn lassen, der Wolfgangseer beendete den dritten Durchgang vor Varna auf Rang 34 und fiel auf Platz 20 zurück. „Am ersten Vorwindkurs ist der Wind fast komplett eingeschlafen. Die Boote die unter Land gesegelt sind haben den neuen Druck als erste bekommen, ich bin draußen leider liegen geblieben und habe enorm verloren“, so der 31-Jährige, der auf stabilere Verhältnisse hofft.
470er Weltmeisterschaft, Zwischenstand nach 6 Wettfahrten, ein Streicher:
1. Sven Coster/Kalle Coster NED 8
2. Matthias Schmid/Florian Reichstädter AUT 11 (14), 1, 3, 2, 3, 2)
3. Sime Fantela/Igor Marenic CRO 13
Finn Europameisterschaft, Zwischenstand nach 3 Wettfahrten:
1. Ivan Gaspic CRO 6
20. Florian Raudaschl AUT 62 (12, 16, 34)
Text und Bilder Dominic Marsano
